Countdown zum Abriss für Stadthalle. Baufirmen können noch bis Ende Mai Angebote für Neubau legen. Im Juni steht fest, wer das Mammutprojekt der Stadt durchführt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 13. Mai 2019 (04:55)
Raimund Bauer
Der Ybbser Stadthalle geht es an den Kragen.

Vor einer Woche bespielten sie noch Stars und Sternchen der Kabarett- und Kunstszene, jetzt rückt ihr Ende immer näher. Wie es mit dem Neubau der Ybbser Stadthalle weitergeht, steht nun fest.

„Voll im Zeitplan“ sei die Gemeinde mit der Vorarbeit, wie SP-Bürgermeister Alois Schroll berichtet. „Es sind wahre Marathonsitzungen, die wir aufgrund der Stadthalle halten. Bis in die Nacht hinein sitzen wir zusammen“, berichtet der Ortschef. Bislang wurde die sogenannte funktionale Leistungsbeschreibung, eine Art „Katalog“ der notwendigen Arbeiten, überprüft. Bevor sich die Abrissbirne um die sanierungsbedürftige Stadthalle kümmert, gilt es schließlich, die Bürokratie auf Papier abzuarbeiten.

Jetzt erfolgte die Freigabeerteilung des „Arbeitskatalogs“. Damit sind jetzt die Baufirmen gefragt: Angebote können bis zum 24. Mai gelegt werden. „Die Offerts liegen nach der Frist dem Gemeinderat vor. Das passiert unter Ausschluss der Öffentlichkeit“, erklärt er. Für die Zuschlagsvergabe findet am 24. Juni eine eigene, nicht-öffentliche Gemeinderatssitzung statt. „Darüber, welche Firma die Arbeiten durchführen wird, herrscht aber noch Stillschweigen“, weiß Schroll. Bevor die Auftragsvergabe publik wird, bekommt die EU die Unterlagen zur Durchsicht.

Gibt Brüssel grünes Licht, ist es so weit. „Am 4. Juni erfolgt die öffentliche Gemeinderatssitzung, in der wir den Firmennamen verraten dürfen“, freut sich Schroll. Wenn alles nach Plan läuft, soll es noch dieses Jahr mit dem rund 7,3 Millionen Euro schweren Neubau losgehen.