Die Nachfolger der Ybbser Straßenbahn. 1954 wurden die ersten Stadtbusse in Ybbs in Betrieb genommen. Mittlerweile fahren sieben Großbusse.

Von Karl Srb und Walter Fahrnberger. Erstellt am 30. Juli 2014 (07:56)
NOEN, Sammlung Karl Berger
Die beiden Saurer Busse wurden kurz nach der Auslieferung 1954 am Ybbser Hauptplatz präsentiert - sie waren die ersten bei den Ybbser Verkehrsbetrieben.
Am Sonntag hat die Stadtgemeinde anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Ybbser Verkehrsbetriebe“ zur Christophorusfeier geladen. Leider musste die Festmesse auf dem Hauptplatz wegen Regens unterbrochen und in der Pfarrkirche fortgesetzt werden. Im Anschluss an die Festmesse segnete Pfarrer Hans Wurzer alle Fahrzeuge. Bürgermeister Alois Schroll gab in seiner Festrede einen historischen Rückblick zu den Stadtbussen.

Ursprünglich wurden Fahrten vom Stadtzentrum zum Bahnhof Kemmelbach mit der Straßenbahn durchgeführt. Die zu kleine Straßenbahn wurde nach 46 Dienstjahren im September 1953 eingestellt. Weil aber die Frequenz sehr stark gestiegen war, kaufte die Stadtgemeinde zunächst zwei gebrauchte Busse von der Gemeinde Wien an.

Zur Schulzeit täglich 1.100 Schüler befördert

Der Betrieb wurde 1954 aufgenommen. Heute zählen sieben große Busse und ein 19-Sitzer zum Fuhrpark des modernen Ybbser Verkehrsbetriebes. Zehn Busfahrer legen pro Jahr rund 260.000 Kilometer zurück. Der Großteil der Fahrgäste sind Schüler. In der Schulzeit werden täglich 1.100 Schüler befördert.

Ebenfalls beim Festakt mit dabei waren Karl Berger und Franz Weiss als „Männer der ersten Stunde des Verkehrsbetriebes“. Sie erhielten als kleine Anerkennung Freifahrtscheine für die Ybbser Busse. Interessantes Detail zu den ersten beiden Bussen. Das Kennzeichen „N 42 584“ war das erste und letzte schwarze Nummerntaferl bei den Ybbser Verkehrsbetrieben. Es wurde erst im Jahr 2003 zurückgegeben und war somit fast 50 Jahre im Einsatz.

Darüber und über viele weitere Anekdoten wurde beim Frühschoppen geplaudert, bei dem der Musikverein der Wiener Gemeindebediensteten für Unterhaltung sorgte. So fand das Christophorusfest zum Jubiläum der Verkehrsbetriebe seinen gemütlichen Ausklang.