Hochwasser: Kritischer Blick zurück. Feuerwehren, Stadtgemeinde und Bauhof wollen nach Hochwasser in Ybbs für weitere Verbesserungen sorgen. Probleme gab es im Bereich Göttsbach, wo Bach über Ufer trat.

Von Markus Glück. Erstellt am 03. August 2021 (11:24)

Zwei Wochen ist das Hochwasser-Ereignis vorbei und seither halten sich in der Stadt auch Gerüchte, dass nicht alle Hochwasser-Pumpen einsatzfähig waren und es dadurch, etwa im Bereich des Mühlbachs, zu Überflutungen kam. Konfrontiert mit den Vorwürfen bestätigt Vizebürgermeister Dominic Schlatter (SPÖ), dass in einem Pumpwerk eine der insgesamt vier Pumpen nicht angesprungen sei. Auswirkungen habe dies aber keine gehabt, betont Schlatter: „Generell sind nur zwei Pumpen notwendig, die anderen sind Reserve. Es gab dadurch keine Probleme.“

Entschieden entgegen tritt Schlatter auch Gerüchten, dass der Alarmplan zum Aufbau des Hochwasserschutzes von der Gemeinde nicht rechtzeitig in Gang gesetzt wurde. „Der Alarmplan wurde penibel eingehalten und wir hatten schon im Vorfeld mit dem Aufbau begonnen“, sagt Schlatter.

Um dennoch noch besser für etwaige Hochwasser-Ereignisse gerüstet zu sein, fand vergangene Woche im Beisein von Schlatter, den Feuerwehren, Bauhof-Mitarbeitern und SPÖ-Stadtchefin Ulrike Schachner eine Nachbesprechung statt. „Unsere Technik ist für das Donauhochwasser ausgerichtet. Dieses Mal gab es aber Probleme im Hinterland. Das Rückhaltebecken hat dennoch sehr gut funktioniert“, erzählt Schlatter. Schachner ortet Verbesserungen im Bereich Göttsbach, dort ist der Bach aufgrund des Starkregens über die Ufer getreten. „Wir müssen schauen, was wir dort verbessern können. Eine Machbarkeitsstudie für ein Rückhaltebecken wurde bereits an das Land geschickt“, erläutert Schachner. Bereits einmal wurde dieses abgelehnt, nun hofft man auf positives Feedback.

Indes abgeschlossen ist die Sanierung des Steinbründlweges in Säusenstein. Dieser wurde durch die sintflutartigen Regenfälle teils ausgeschwemmt. Gesäubert wurde auch das Rückhaltebecken in Theinstetten. Wie Schachner informiert, war dies bis knapp zehn Zentimeter unter der gelben Linie für ein 100-jähriges Hochwasser gefüllt.