Kritik an Showpolitik mit „Mopedgang“. Dröhnende Motoren rauben einigen Ybbsern in den letzten Wochen den Schlaf. Facebook-Foto von Schroll sorgte für Kritik.

Von Markus Glück. Erstellt am 04. September 2019 (06:41)
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Dieses Foto von SP-Stadtchef Alois Schroll mit einigen Mopedlenkern sorgt für Unmut bei der ÖVP.

#besterbürgermeister versus Showpolitiker – auf der Social-Media-Plattform Instagram und in der Stadtpolitik teilen sich aktuell die Meinungen über den Umgang mit lärmenden Mopedlenkern im Stadtgebiet.

Denn während auf Instagram einige betroffene Jugendliche den Stadtchef als besten Bürgermeister bezeichnen, spricht die Ybbser ÖVP von einer Showpolitik vonseiten des SP-Stadtchefs Alois Schroll.

Was ist aber genau passiert? Seit Wochen sorgt eine Gruppe von Jugendlichen mit ihren Mopeds für nächtliche Unruhe. Besonders betroffen dabei ist der Bereich rund um den Billa-Parkplatz, die Bahnhofstraße, Fabrikstraße und Wienerstraße sowie Angern.

Ein Ärgernis ist die „sinnlose Hin- und Herfahrerei“ auch für VP-Stadtrat Ewald Becksteiner: „Für die Anrainer ist es unerträglich. Es braucht strengere Kontrollen durch die Polizei.“

Der VP-Stadtrat übt aber auch an SP-Bürgermeister Alois Schroll Kritik, der auf Facebook ein Foto mit der „Mopedgang“ postete und dabei betonte, mit den Jugendlichen ein Gespräch geführt zu haben.

"Mache keine Showpolitik"

„Eine reine PR-Aktion, die nichts bringt. Auch ich habe schon das Gespräch – allerdings ohne Facebook-Posting – gesucht, verbessert hat sich die Situation aber nicht“, ärgert sich Becksteiner.

Gegenüber der NÖN betont Schroll, dass es mit den Jugendlichen ein konstruktives Gespräch gegeben habe: „Ich mache keine Showpolitik, sondern setze mich für die Sorgen der Ybbser ein, dazu lade ich auch Becksteiner ein. Seit dem Gespräch ist die Situation besser.“

Bei der Polizei ist das Problem bekannt. Die Mopedlenker wurden dabei auch bereits mehrmals kontrolliert. „Die angesprochenen Bereiche halten wir verstärkt im Auge und gehen, wenn erforderlich, auch mit Anzeigen dagegen vor“, sagt Chefinspektor Herbert Oberklammer.