Rathaus-Umbau hat ein Nachspiel. Massive Verfehlungen bei Innenarbeiten von Malerfirma bei Sanierung. Gemeinde will sich jetzt schadlos halten.

Von Markus Glück. Erstellt am 04. Juli 2017 (05:01)
Archiv
Die Sanierung des Ybbser Rathauses könnte jetzt auch ein gerichtliches Nachspiel haben.

Gemeinde
VP-Chef Gert Kratzer fordert eine Prüfung der Fassade.

Ein Fall für die ATV-Sendung „Pfusch am Bau“ könnte die Sanierung des Ybbser Rathauses werden. Bereits zu Beginn des Jahres war die Kostenüberschreitung bei der Sanierung im Gemeinderat Thema. Konkret wurden für das Projekt 600.000 Euro budgetiert.

Bei der konnte man diesen Betrag zwar um 7.000 Euro unterschreiten, für Ärger sorgten aber die Kostenüberschreitungen bei einzelnen Gewerken von bis zu 410 Prozent, und auch fehlerhafte Arbeiten. So bröckelte bereits wenige Wochen nach der Fertigstellung vielerorts Putz von den Wänden, auch bildeten sich Bläschen. Kritik gab es auch an der Fassade. Neben dieser waren auch die Malerarbeiten Gegenstand des letzten Prüfungsausschusses.

Archiv
Alois Schroll ist künftig ebenso im Tourismusverband vertreten.

Zuletzt wurde bei der Untersuchung der Verfehlungen sogar ein Sachverständiger hinzugezogen. Und dessen Gutachten, welches von SP-Bürgermeister Alois Schroll im Gemeinderat vorgelesen wurde, hat es in sich: So ist von massiven Verfehlungen, etwa in den Bereichen der Ausschreibungsvorgaben oder der Durchführung der Arbeiten zu lesen. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung wurde dann auch der Beschluss gefasst, sich einen Rechtsbeistand zu suchen.

Mehr Details zu den Verfehlungen sowie Reaktionen der Parteien sowie im ePaper.