Schulzentrum: „Grob fahrlässig, mit Neubau zu warten“

Umfangreiche Mängelliste samt Feuchtigkeitsschäden lassen Rufe nach einer raschen Sanierung des Ybbser Schulzentrums wieder lauter werden.

Markus Glück
Markus Glück Erstellt am 23. September 2021 | 06:10
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Vor allem der ältere Nordtrakt im Ybbser Schulzentrum soll dringend eine Sanierung benötigen.
Foto: Bauer

Das Ybbser Schulzentrum steht seit Monaten im Mittelpunkt von Diskussionen. Immer wieder fordert die ÖVP eine rasche Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes. Jetzt erhält die Debatte neuen Zündstoff. So soll die Schule vor Schulstart den Sanierungsbedarf in einer Mängelliste an die Gemeinde dokumentiert haben. Darunter etwa Feuchtigkeitsschäden in der Fassade, Probleme am Dach sowie den Dachfenstern und Nässe im Keller.

Konfrontiert mit den Schäden im Schulzentrum will sich Direktor Christoph Maurer dazu nicht äußern und verweist auf die Stadtgemeinde. Dort betont Bürgermeisterin Ulrike Schachner (SPÖ), dass die Probleme bekannt seien: „Mein Team und ich sind mit der Schulleitung im engen Austausch und wir führen dazu laufend Wartungs- und Sanierungsarbeiten durch.“ So wurde laut Schachner im Jahr 2020 gestartet, das Gesims zu sanieren und die Überprüfung zur Sanierung von Dachflächen vorzunehmen. 2021 wurden unter anderem die Türen und Gänge überprüft und saniert. Außerdem wurden sämtliche elektronische Wartungsarbeiten durchgeführt. Für die Herbstferien sind Malerarbeiten geplant.

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„Die Bildungszukunft unserer Kinder liegt mir am Herzen, dazu braucht es auch eine Modernisierung der Einrichtungen.“ Ulrike Schachner, Stadtchefin

Angesprochen auf „massiven Wassereintritt“ im Keller, verweist Schachner darauf, dass es sich um einen Steinkeller handelt, der naturgemäß feucht sei.

Bei der ÖVP ist man alarmiert und drängt auf einen baldigen Umbau. „Seit Jahren fordern wir, dass endlich etwas weitergeht. Klar ist, wenn die SPÖ nicht endlich handelt, zahlen wir doppelt. Nämlich für die dringend notwendige Sanierung und den notwendigen Neubau“, meint Kratzer. Er attackiert dabei auch die SPÖ-Stadtführung: „Es ist grob fahrlässig, mit dem Neubau auch nur einen Tag länger zu warten. Es kommt den Ybbsern teuer zu stehen.“

Schachner betont, dass die Entwicklung des Schulprojektes ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit sein wird. „Die Bildungszukunft unserer Kinder liegt mir am Herzen, dazu braucht es auch eine laufende Modernisierung der Bildungseinrichtungen“, meint die Stadtchefin.