Vize Scheuchelbauer zieht sich zurück. Nach 20 Jahren in Politik nimmt Herbert Scheuchelbauer den Hut. Unvergessen bleibt sein Einsatz für den Hochwasserschutz.

Von Markus Glück. Erstellt am 18. September 2019 (04:32)
Gemeinde
SP-Vizebürgermeister Herbert Scheuchelbauer wird 2020 nicht mehr kandidieren.

Nach zwanzig Jahren in der Gemeindepolitik wird SP-Vizebürgermeister Herbert Scheuchelbauer bei der kommenden Gemeinderatswahl nicht mehr antreten. „Ich werde nächstes Jahr 65 und gehe in Pension. Ich will die Zeit mit meinen vier Enkelkindern und meiner Familie genießen“, spricht Scheuchelbauer über die Beweggründe.

Rabl
SP-Stadträtin Uli Schachner gilt als eine Kandidatin für die Nachfolge als Vize.

Der 64-Jährige schaffte 2000 den Sprung in den Gemeinderat, wurde später Stadtrat und war zuletzt als Vizebürgermeister für die Ressorts Bauen und Flächenwidmung zuständig. Scheuchelbauers wichtigstes und für die Stadt nachhaltigstes Projekt war die Umsetzung des Hochwasserschutzes in Ybbs und Sarling-Neusarling-Säusen-stein.

„Die Gemeinde war zu einem Fünftel überflutet. Für die Gemeinde ist die Umsetzung des Hochwasserschutzes enorm wichtig“, sagt Scheuchelbauer. Der Vize-Bürgermeister war aber auch bei Projekten wie dem Schulneubau der IT-HTL, dem Radwegausbau und bei Projekten in der Kleinregion maßgeblich beteiligt.

Scheuchelbauer bleibt bis Ende der Periode

Scheuchelbauer wird noch bis zum Ende der Periode im Amt bleiben, einen Hauch von Wehmut verspürt er aber schon jetzt: „Ich habe schon ein gewisses Alter, in dem ich noch auf viele gesunde Jahre hoffe.“ Lob für die Arbeit des Vizes gibt es von SP-Stadtchef Alois Schroll. „Mir tut es sehr leid, dass er aufhört, auch, wenn ich die Entscheidung verstehe. Ich wollte ihm noch zum Weitermachen bewegen. Er ist für die Umsetzung des Hochwasserschutzes verantwortlich“, betont Schroll.

Wer Scheuchelbauer nachfolgt, ist noch nicht fix. Als Favorit gilt aber SP-Stadträtin Uli Schachner. „Es gibt einige geeignete Kandidaten, eine davon ist Uli. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagt Schroll.