Endlich darf in Ybbs wieder gelacht werden. Zwei Premieren: erster Kulturact in der neuenYbbser Stadthalle, erstes Soloprogramm von Manuel Rubey.

Von Susanne Leonhartsberger. Erstellt am 09. Juni 2021 (06:03)

Sehr lang lagen die Tickets in der Lade, ehe sie am Samstag endlich eingelöst werden konnten. Es war quasi eine Ybbsiade 4.0, die vom Stapel lief – immerhin waren die Termine dazu viermal verschoben worden.

Umso mehr freute es die Organisatoren, dass das Publikum, teils mit schon vor eineinhalb Jahren erworbenen Karten, der Veranstaltung treu blieb. Bei der Begrüßungsrede auf der Bühne durften dann Gefühle gezeigt werden: Eine zu Tränen gerührte Eva Zemanek bekam den ersten Blumenstrauß, und auch SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner durfte einmal „sprachlos“ sein vor der ungewohnten Kulisse maskentragender Menschen.

Abend ohne Pausen

Premierenkünstler Manuel Rubey schaffte eine Challenge im Doppelpack. Mit seinem ersten Solo-Kabarett „Goldfisch“ durfte er ein seit langem kulturabstinentes Publikum wachküssen, auf sanfte Weise, ohne Politik und andere Nachrichtenschwerpunkte (siehe Kritik). Der Abend verlief bewusst ohne Pause. Neues Kabarett braucht etwas Zeit. Ebenso wie das neu adaptierte Haus, das besonders im Außenbereich neue Blickfänge bietet. Die größte Änderung war für die Gäste die Verlegung des Eingangs an die Donauseite, von wo das Haus barrierefrei erschlossen ist.

Publikumsbereich pandemiebedingt halb voll

Der Publikumsbereich selbst war bewusst nur halbvoll, denn wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen waren die für den kleineren Rahmen geplanten Acts in die Stadthalle verlegt worden. Auffällig ist eine äußerst klare Akustik, sie kann bei voller Besetzung noch weicher sein. Der insgesamt kühle und glatte Eindruck von hellen und dunklen Grautönen wurde im Gastrobereich durch florale Rosatöne aufgepeppt.

Insgesamt bietet das Haus nun verschiedene Räume variabler Größe für Events. Mit der Buchungslage zeigt sich Bürgermeisterin Schachner zufrieden. Für Kabarettfreunde gibt es für Mittwoch, 9. Juni, bei Eva Marold noch Karten, weitere Infos zum Programm finden Interessierte unter ybbsiade.at.