Bauernbund-Wahl: Hofübergabe für Georg Strasser. Nöchlinger VP-Nationalratsabgeordneter mit 99,1 Prozent zum Präsidenten gewählt.

Von Markus Glück und Anna Faltner. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)
Anna Faltner
Gemeindevertreter aus dem Bezirk gratulierten „ihrem Georg“: die Ortschefs Karl Moser (Yspertal), Walter Handl und Franz Biber (Schollach), Franz Engelmaier (Erlauf), Georg Strasser, Florian und Michael Schrabauer, Josef Kronsteiner (Emmersdorf) und Sebastian Kurz.

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Hochstimmung bei Georg Strasser beim Einwerfen des Wahlkuverts.

Für die Kür zum Bauernbund-Präsidenten war für den Nöchlinger VP-Nationalratsabgeordneten und Ortschef Georg Strasser am vergangenen Samstag im Yspertal alles angerichtet. So standen am Vorplatz der HLUW Yspertal nicht nur die Marketenderinnen, sondern auch die Blasmusikkapelle aus Strassers Heimatort für die rund 1.000 Gäste des Bundesbauernrates bereit.

Flankiert von Vorgänger Jakob Auer und VP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz zog Strasser unter Standing Ovations in die Turnhalle ein. Noch bevor das eigentliche Programm losging, sorgte die Musik-Kapelle „Schnopsidee“ für gute Laune. Strasser, der von den 116 anwesenden Delegierten mit 99,1 Prozent zum Präsidenten des mächtigen Bauernbundes gewählt wurde, untermauerte in seiner Rede stets sein Motto: „Mein Leben lang Bauernbund“. Der Nöchlinger gab aber auch einen inhaltlichen Überblick über seine künftigen Arbeitsfelder.

„Georg trifft immer den richtigen Ton und ist nicht umsonst der Vorzugsstimmenkaiser von Österreich.“Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau-Stv.

Dabei flossen die Erfahrungen seiner ersten Bundesländer-Tour ein. „Ich habe Bauern getroffen, denen emotional das Wasser bis zum Hals steht. Ich möchte auf Probleme hinschauen, nicht drüber hinwegsehen“, so Strasser, der versprach, mit vollem Einsatz daran zu arbeiten, die Landwirtschaft gut weiterzuentwickeln. Daneben geht es ihm auch darum, den ländlichen Raum und die Infrastruktur zu stärken, und er merkte die Aufbruchstimmung in der ÖVP an: „Ich will so wie Sebastian mit der ÖVP auch mit dem Bauernbund einen neuen Weg einschlagen.“

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Die erste Rede nach der Wahl: „Ich möchte auf Probleme hinschauen!“

Unterstützung signalisierte auch VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der mit Strasser oft gemeinsam musizierte: „Georg trifft immer den richtigen Ton und ist nicht umsonst der Vorzugsstimmenkaiser von Österreich. Nach einem großen Oberösterreicher folgt ein junger, motivierter Niederösterreicher.“ Von einem Generationenwechsel sprach auch der scheidende Präsident Jakob Auer: „Es geht darum, das Notwendige zum Populären zu machen. Mit Georg Strasser haben wir dafür den richtigen Kandidaten gefunden.“

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