Kampf dem grünen „Alien“. Der Staudenknöterich aus Japan macht sich entlang der Ysper breit. Da er heimische Pflanzen verdrängt und den Boden destabilisiert, initiiert HLUW-Lehrer Projekt zur Bekämpfung.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 25. Juli 2019 (04:22)
Die erste Aktion im Kampf gegen den Knöterich. Wer mitmachen möchte oder ein Exemplar entdeckt, meldet sich bei Peter Trötzmüller (2. v. r.):
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Erstmals aufgefallen ist er Peter Trötzmüller im Urlaub. „Ich war im Helenental bei Baden unterwegs, als ich ihn entdeckt habe“, erzählt der Biologie-Lehrer an der HLUW Yspertal. Kurz darauf bemerkte er Ableger der Pflanze in der Heimat: Entlang der Ysper macht sich der Staudenknöterich aus Japan breit. „Und den sollten wir schleunigst loswerden“, betont Trötzmüller.

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Die bis zu vier Meter hohe Pflanze, die im „Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe“-Netzwerk als invasiver „Alien im Garten“ verzeichnet ist, bringt nämlich allerhand Probleme mit sich. Einerseits wuchert sie stark und verdrängt einheimische Arten – andererseits richtet sie auch unter der Erde großen Schaden an. Da sich der Knöterich entlang von Flüssen und Straßenböschungen ausbreitet, erhöht sich dadurch auch die Gefahr von Bodenerosionen. „Er destabilisiert den Boden, daher ist er nicht mehr geschützt.“

Mit seinen Schülern der HLUW und den Mitgliedern der Landjugend sagt Trötzmüller dem pflanzlichen Alien nun den Kampf an. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde initiiert er ein Projekt, um den Staudenknöterich aus der Region zu entfernen. Vergangene Woche rückten freiwillige Helfer schon aus, um dem Knöterich den Garaus zu machen. „Am wirksamsten ist es, regelmäßig zu mähen“, weiß der Lehrer. Noch sind die Vorkommen in Yspertal auf kleinere Areale beschränkt. „Es besteht also Hoffnung, die Pflanze erfolgreich zurückdrängen zu können“, ist Trötzmüller optimistisch.