Zeugin wird entlastet. Tödlicher Unfall | Am Samstag, 29. März, wurde Stefan Linsberger kurz nach 3 Uhr von einem Wagen angefahren. Ein Gutachten entlastet nun jene Lenkerin, die den tödlich Verletzten fand.

Von Franz Gleiß. Erstellt am 20. Mai 2014 (07:21)
NOEN, Paul Plutsch
Nur 60 Meter von seinem Elternhaus entfernt lag am Samstag, dem 29. März, kurz nach 3 Uhr der 19-jährige Stefan Linsberger (Foto in der Bilderserie) auf der Fahrbahn — die NÖN berichtete. Eine 31-jährige Pkw-Lenkerin fand den 19-Jährigen mit schwersten Kopfverletzungen. Sie hielt ihr Fahrzeug an und leistete Erste Hilfe.

Eine Obduktion brachte am folgenden Tag Klarheit in den mysteriösen Fall: Ein Pkw hatte den 19-Jährigen angefahren und tödlich verletzt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich in der Folge auf den Wagen der 31-Jährigen. Spuren vom Wagen wurden gesichert und auch das Profil der Reifen wurde dokumentiert. Erst in der Vorwoche langte das unmittelbar nach dem Unfall in Auftrag gegebene Gutachten zu den gesicherten Spuren ein.

„Jetzt wird meine Unschuld durch das Gutachten auch bestätigt“

„Das molekular-biologische Gutachten besagt, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Unfallopfer und den Spuren am Fahrzeug gibt“, sagt Rechtsanwalt Gerhard Taufner aus Melk. Er rechnet daher bereits in den nächsten Tagen mit einer Einstellung des Verfahrens gegen die 31-jährige Lenkerin.

Offizielle Angaben bei der Polizei zu dem Gutachten gibt es derzeit noch nicht. Die gibt es vermutlich erst im Lauf der nächsten Tage. Für die Lenkerin und ihre Familie endet eine lange Zeit des Wartens. Sie selbst wusste ja die ganze Zeit von ihrer Unschuld. „Jetzt wird meine Unschuld durch das Gutachten auch bestätigt“, zeigt sie sich erleichtert.