Alles neu in der alten Manker Molkerei. Die alte Molkerei ist Manks größtes Stadtentwicklungsprojekt für die nächsten Jahrzehnte. Das Großvorhaben nimmt Form an.

Von Michael Bouda. Erstellt am 09. Februar 2020 (06:12)
Zwischen Radweg Krumpe, Bundesstraße und Zettelbachweg erstreckt sich das Areal der alten Molkerei in Mank. Auf dem rund fünf Fußballfelder großen Gelände soll in den kommenden 30 Jahren ein komplett neues Stadtviertel entstehen.
Stadtgemeinde Mank/Archiv

Am Rande der Stadt, mit Anbindung ans Grüne, und doch direkt neben dem Zentrum: Dreieinhalb Hektar, umgerechnet etwa fünf Fußballfelder, beträgt die Fläche des Areals der alten Molkerei – umgrenzt von Radweg Krumpe, Zettelbachweg und Bundesstraße. Mit dem Ankauf im Sommer 2018 machte Mank den Weg frei für das größte Stadtentwicklungsprojekt für die kommenden Jahrzehnte.

Bei der Präsentation an der BOKU: Raphael Zeman, Rebecca Braunegger, Fabian Pelzmann, Susanne Moser, Andrea Schratzberger, Alina Schubert, Katharina Schwarz, Peter Forthuber, Universitätsprofessor Gernot Stöglehner und Manks VP-Stadtchef Martin Leonhardsberger (v. l.).
privat

Wie soll das neue Stadtviertel aussehen? Um diese Frage zu beantworten, nahmen VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger und Co. seit Oktober 2019 die Dienste der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien in Anspruch. Damit wurde der nächste Meilenstein für das Zukunftsprojekt gesetzt: Zwei Gruppen von BOKU-Studierenden analysierten, welche Möglichkeiten das Areal bietet. Und die Ergebnisse wurden nun präsentiert.

„Das Molkereiareal ist ein gelungenes Beispiel für Brachflächennutzung und eine zukunftsweisende, flächensparende Siedlungsentwicklung“, erläutert Gernot Stöglehner, Universitätsprofessor an der BOKU, der die Studierendenprojekte begleitete. Eine ausgewogene Mischung zwischen Wohnungen und verschieden genutzten Flächen wird angestrebt. Wichtig war dabei die Vernetzung der Grünbereiche und konzentrierte Pkw-Stellplätze.

„Dadurch können wir flexibel auf künftige Entwicklungen reagieren – wir streben ein zukunftsweisendes Projekt an.“Martin Leonhardsberger

„Wir wollen das Beste aus den beiden Varianten herausnehmen und kombinieren“, sagt Manks VP-Stadtchef Martin Leonhardsberger zu den Konzepten der Studierenden.

Manks Mitspieler ist dabei die Zeit. Bis 2024, wenn die ersten Grundstücke durch die Wohnungsgenossenschaft Gedesag angekauft werden, sollen die Pläne stehen. Die Umsetzung erfolgt in den gut 20 Jahren darauf bis etwa 2050. „Bis 2024 haben wir Zeit, die Konzepte zu überarbeiten und zu verfeinern – gemeinsam mit den Planern, der Gemeinde und dem Bauausschuss“, blickt Leonhardsberger in Richtung der nächsten Jahre. „Dadurch können wir flexibel auf künftige Entwicklungen reagieren – wir streben ein zukunftsweisendes Projekt an“, führt der Stadtchef weiter aus.

200 Wohneinheiten könnte das neue Areal beherbergen. Im Erdgeschoß könnten Geschäftsflächen, etwa für einen kleinen Nahversorger und ein Café, Platz finden. Darüber hinaus sind ein weiterer Kindergarten und ein neuer Turnsaal geplant. „Dann können die Familien, die dort wohnen, zu Fuß in den Kindergarten gehen“, sagt Leonhardsberger. Wie geschaffen dafür fungiert als Grünfläche der Beserlpark, der auch die westliche Grenze des Areals markiert.

Die Stadtbewohner können sich über die Pläne selbst einen Eindruck verschaffen: Am 16. März ab 19.30 Uhr präsentieren die BOKU-Studierenden im Stadtsaal ihre Projektvarianten.