Straßennamen für St. Oswald: „Navi nicht mehr nötig“. Nach knapp zwei Jahren Planungsphase hat St. Oswald erstmals Straßennamen. Mit neuem Leitsystem hat das jahrhundertelange Durcheinander im Gemeindegebiet ein Ende.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 26. Oktober 2018 (05:00)
Gemeinde
VP-Bürgermeisterin Rosemarie Kloimüller und Gemeindesekretär Leo Baumberger freuen sich, dass die Adressenumstellung im gesamten Gemeindegebiet von St. Oswald so reibungslos über die Bühne gegangen ist.

Ortsunkundig in St. Oswald? Das konnte bislang zum Problem werden. Da es keine Straßennamen gab, fiel es Fremden und auch Paket-Diensten oftmals schwer, in der 1.100-Seelen-Gemeinde die Orientierung zu behalten.

Das Straßen-Chaos hat jetzt aber ein Ende. Laufend stellt die Gemeinde Meldebestätigungen mit den neuen Adressen an die Bürger aus: Nach einer rund zweijährigen Planungsphase haben alle Straßen und Güterwege der Gemeinde einen eigenen Namen. „Bis zum Winter wollen wir es schaffen, dass alle Schilder angebracht und alle Adressänderungen ausgeschickt sowie vermerkt werden“, zeigt sich VP-Bürgermeisterin Rosemarie Kloimüller glücklich über das abgeschlossene Projekt.

„Dadurch, dass die Häuser fortlaufend nummeriert wurden, entstand mit der Zeit ein ordentliches Durcheinander“VP-Bürgermeisterin Rosemarie Kloimüller

Dass die Zuordnung bislang schwierig war, war der Ortschefin und den Mandataren im Gemeinderat bewusst. „Dadurch, dass die Häuser fortlaufend nummeriert wurden, entstand mit der Zeit ein ordentliches Durcheinander“, erklärt sie.

Gemeinsam mit dem Dorferneuerungsverein, den freiwilligen Bürgern und der „NÖ.Regional“ feilte die Gemeinde an dem neuen Leitsystem. Ein leichtes Unterfangen war das jedenfalls nicht: Denn auch wenn der Wunsch für ein neues Konzept aus der Bevölkerung kam, wurden auch kritische Stimmen laut. „Bei Veränderung gibt es natürlich auch immer welche, die damit keine Freude haben. Aber im Großen und Ganzen denke ich, dass sich die St. Oswalder alle über das neue System freuen“, argumentiert Kloimüller.

Wenn alle Adressen umgestellt sind, hat St. Oswald das Jahrhundertprojekt gestemmt. „Unser Ziel war es, dass sich Fremde nur mithilfe der Beschilderung vor Ort bei uns zurechtfinden“, betont die Bürgermeisterin. „Das Navi ist dank des Leitsystems und der Durchnummerierung nicht mehr nötig.“