Polit-Zwist um Bauland in Weiden: Willkommen im Wahlkampf?

Erstellt am 25. Mai 2022 | 05:09
Lesezeit: 2 Min
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Dieses Plakat der Volkspartei Leiben sorgt für Ärger bei der SPÖ. In Leiben hält die SPÖ mit elf Mandaten die Mehrheit, die ÖVP stellt sechs Mandate, die Grünen zwei.
Foto: SPÖ
ÖVP-Plakat um fehlendes Bauland sorgt für SPÖ-Ärger – und Unverständnis: „Arbeiten seit Jahren an Entwicklungskonzept“.
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„Das ärgert mich schon.“ SPÖ-Bürgermeisterin Gerlinde Schwarz schüttelt den Kopf. Der Grund dafür sind vier Wörter und ein Fragezeichen auf einem Plakat der ÖVP Leiben: „Wo ist unser Bauland?“ „Ich weiß nicht, was der Sinn hinter der Aktion ist. Ist das schon der Start in den Landtagswahlkampf?“, fragt sich die Ortschefin. Auch in einem Facebook-Posting machten sie und die SPÖ Leiben ihrem Unmut darüber Luft. Denn schließlich arbeite die Gemeinde bereits seit über zwei Jahren an einem umfassenden Entwicklungskonzept.

„In unserer Gemeinde bestehen aktuell 13,6 Hektar unbebaute Flächen, bereits gewidmet als Bauland. Weitere zwei Hektar werden bei der kommenden Umwidmung, mit Bebauungsverpflichtungen, bereitgestellt“, erläutert sie.

„Man findet keine zehn Bauplätze“

Es vergehe keine Woche, in der „keine drei Besprechungen“ zu diesem Thema anstehen. „Unser Ziel ist es, Platz für junge Leibenerinnen und Leibener zu schaffen – damit sie im Ort bleiben. Außerdem ist die ÖVP eigentlich seit Beginn in dieses Großprojekt eingebunden“, sagt sie.

Anders sieht die Situation die ÖVP. „Man findet in unserem gesamten Gemeindegebiet keine zehn Bauplätze, welche Bauinteressenten auch erwerben könnten“, ärgert sich geschäftsführender Gemeinderat Karl Öckmayer (ÖVP). Für ihn hat das zur Folge, dass Bevölkerung in die umliegenden Wohngemeinden Artstetten-Pöbring oder Emmersdorf abwandert und kein Neuzuzug passiert. „In 2,5 Jahren hat es eine Sitzung zum Entwicklungskonzept gegeben. Und, dass es doch so viel verfügbares Bauland gäbe, erklärt sich mit der Information auf unserer Gemeindehomepage von selbst. Engagement für eine rasche Entwicklung sieht anders aus“, betont Öckmayer, dass derzeit keine freien Baugründe auf der Gemeindehomepage ausgewisesen sind.

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