Melker Arbeiterkammer im Kampf für über 7.000 Mitglieder

Erstellt am 22. September 2022 | 06:59
Lesezeit: 2 Min
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Christian Fußthaler und Peter Reiter präsentierten die Bezirkszahlen.
Foto: Glück
Melker Arbeiterkammer erkämpfte bisher knapp 1,6 Millionen Euro für Mitglieder. Vermehrter Fokus auf sechste Urlaubswoche.
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Mehr als 7.000 Arbeiterkammer-Mitglieder baten im ersten Halbjahr bei der Bezirksstelle Melk um Hilfe. Konkrete Beratungen in Problemfällen gab es laut AK-Bezirksstellenleiter Peter Reiter in mehr als 3.000 Fällen. Und die Bezirksstelle war dabei im Kampf für ihre Mitglieder erfolgreich: Insgesamt konnten knapp 1,6 Millionen Euro für die AK-Mitglieder erreicht werden. Alleine im Arbeits-und Sozialrecht knapp 500.000 Euro. Die Problemfelder sind nach mehr als zwei Jahren Coronapandemie ähnlich, wie Reiter erzählt: „Auch wenn die Kurzarbeit weniger wird, einiges ist noch immer in Aufarbeitung.“ Brennpunktthemen sind aktuell aber vor allem die Unsicherheit bei der Energieversorgung und die Verwirrung um die Vielzahl unterschiedlicher Fördermöglichkeiten. „Gerade die aktuelle Krise macht einmal mehr deutlich, wie wichtig wir als regionale Anlaufstelle sind“, kehrt Reiter die Bedeutung der AK-Bezirksstelle in der Bezirkshauptstadt hervor.

Einen Schwerpunkt möchte die Arbeiterkammer weiterhin auf das Thema „Sechste Urlaubswoche“ setzen. Diese steht jedem Arbeitnehmer zu, der 25 Jahre im gleichen Unternehmen beschäftigt ist. „Dies sind mittlerweile aber die wenigsten“, weiß Kammerrat Christian Fußthaler. Die AK fordert daher die sechste Urlaubswoche bei allen, die 25 Arbeitsjahre haben. Wer aber bereits jetzt, etwa dank gewisser Vordienst- oder Studienzeiten, Anspruch hat, kann dies laut Fußthaler direkt unter mehrurlaub.arbeiterkammer.at berechnen.

Dass Kontrolle wichtig ist, zeigt ein Fall, von dem Reiter erzählt. Eine Dienstnehmerin war 20 Jahre im selben Unternehmen. Die AK kontrollierte, ob bereits Anspruch besteht. „Dank Vordienstzeiten und anrechenbaren Schulzeiten kam so heraus, dass sie bereits seit dem Vorjahr Anspruch darauf hatte“, erzählt der AK-Bezirksstellenleiter.

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