Bühne Loosdorf will im Gedenkjahr ein Zeichen setzen. Zum Gedenkjahr an die Machtergreifung von Hitler bringen Laien-Schauspieler gesellschaftskritisches Stück auf Bühne.

Von Markus Glück. Erstellt am 19. Februar 2018 (08:04)
Symbolbild
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Die Bühne Loosdorf stellt sich im diesjährigen Gedenkjahr an die Machtergreifung von Adolf Hilter im Jahr 1938 mit dem Stück „Zwölfeläuten“ von Heinz Rudolf Unger einer ganz besonderen Herausforderung.

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Mit ihrem diesjährigen Plakatsujet will die Bühne Loosdorf für Aufmerksamkeit sorgen. Premiere ist am 2. März. Weitere Termine: 3. März 14 und 19.30 Uhr, 4. März 15 Uhr.

Seit dem Gründungsjahr 1975 nimmt sich die Bühne der Pfarre Loosdorf auch immer wieder zeitgenössischer und gesellschaftskritischer Theaterstücke an. „Wir sehen in der Vielfalt des Repertoires eine Bereicherung für die regionale Laienbühne, wollen mit Stücken zeitgenössischer Autoren aber auch die Möglichkeit des gesellschaftlichen Spiegelbildes nutzen“, erklärt Leopold Mayrhofer von der Bühne Loosdorf.

Für Aufsehen sorgt derzeit das Plakat der Bühne, auf dem eine Hakenkreuz-Fahne abgebildet ist. „Wir wissen, dass die Verwendung zu Verwunderung führen kann. Allerdings verlangt dieses Stück eine deutliche Klarheit“, meint Mayrhofer.

Besucher soll sich Gedanken machen

Den Veranstaltern war es daher wichtig, dass sich die Besucher bereits im Vorfeld Gedanken zur Thematik machen. „So kann das Theaterstück dazu beitragen, sich sowohl mit der damaligen Zeit als auch mit den Auswirkungen von Irreleitung und mangelnder Humanität in der heutigen Gesellschaft auseinanderzusetzen“, schwingt bei den Laien-Darstellern der Bühne Loosdorf auch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik mit.

Der Wunsch der Schauspieler ist es dabei, nicht nur ein Zeichen zu setzen, sondern auch dass die Menschen aus der Vergangenheit lernen und den Mitmenschen mit einer toleranten Wertehaltung begegnen.

Neben dem ersten Hintergrund verspricht Mayrhofer aber, dass im diesjährigen Stück Humor und Szenekomik nicht zu kurz kommen werden. „Ich verspreche schon jetzt einen unvergesslichen Abend“, sagt Mayrhofer. Premierentermin: Freitag, 2. März, 19.30 Uhr.