Wanderer als Botschafter des Friedens. Rund 30 engagierte Menschen wandern von Berlin in die syrische Bürgerkriegsstadt und wollen auf den verheerenden Krieg dort aufmerksam machen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 06. Februar 2017 (09:17)

Im November hat die in Deutschland lebende Polin Anja Albot die Idee gefasst, zu einem „Marsch für Aleppo“ einzuladen. Dem vorausgegangen sind bereits Ideen, wie ein riesengroßes Picknick für Syrien oder die Sammlung von 4.000 Schlafsäcken.

Mit allen lässt sich aber viel zu wenig auf den verheerenden Krieg in Syrien aufmerksam macht. So wurde eben die Idee zum Marsch gefasst:
Der Deutschlandfunk, die BBC und viele andere Medien präsentierten die Idee und so starteten 300 Friedenswanderer am 26. Dezember zum „Marsch für Aleppo“ in Berlin. Egal, ob jemand den ganzen Weg geht oder auch nur für einige Stunden mit dabei ist: Alles ist eine wertvolle Unterstützung für den Frieden.

Rund 30 Wanderer kamen nach Poysdorf

„Jeder ist herzlich willkommen“, erzählte Iris Jäger, die mit großer Begeisterung hier mit dabei ist. Am Donnerstag um 16 Uhr kamen rund 30 Wanderer beim Stadtbrunnen in Poysdorf an. Bürgermeister Thomas Grießl, hieß die aus Mikulov kommenden Gäste herzlich willkommen und lud zu einem wärmenden Tee und Kaffee ins Eisenhuthaus ein. Ihr Nachtquartier schlugen die Aleppo-Marschierer im Sanitärgebäude des Campingplatzes auf.

Weiter ging der Marsch nach Mistelbach, wo die Pfarre für das Quartier sorgte. Ulrichskirchen und Gerasdorf waren dann die nächsten Stationen im Weinviertel. Über Graz und Slowenien geht der Marsch weiter Richtung Aleppo. Wie lange der Marsch dauert? Ungewiss.
„Die Sicherheit der Gruppe steht immer im Mittelpunkt“, erzählte eine der Teilnehmer.

Es herrscht in der Gruppe eine große Begeisterung und viel Freude und Engagement. Auch wenn, wie in der letzten Woche, der Schneefall den Weg nicht gerade erleichtert. „Wichtig ist uns, dass die Menschen nachdenken und jeder, der von uns hört, kann auch ein wichtiger Multiplikator für die Friedensbotschaft sein“, erzählt Anja Albot, die Initiatorin des Projektes.