Museum umgestaltet. Sein zehnjähriges Bestehen feierte der Verein und erinnerte an die Entstehung und an diverse Veranstaltungen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 30. August 2016 (10:35)

Vor mehr als zehn Jahren kam Manfred Bergauer mit der Idee, ein Museum in der alten Volksschule einzurichten zu Leopold Zwanziger und gab so den Anstoß für die Vereinsgründung.

„Unsere erste Anlaufstelle war Manfred Leisser und auch Bürgermeister Karl Wilfing unterstützte die Idee sehr gerne“, berichtete Obmann Zwanziger über die Gründung. Von den Stiegen über die Elektrik bis hin zu den alten Sanitäranlagen funktionierte in dem über 30 Jahre leerstehenden Schulgebäude nichts.

Bürgermeister Thomas Grießl, aber auch seine Amtsvorgängerin Gertrude Riegelhofer, haben die Arbeiten des Museumsvereines immer mitgetragen und unterstützt. So hat die Gemeinde in den letzten zehn Jahren über 110.000 Euro in das Gebäude investiert. Damit erstrahlt das alte Schulgebäude im neuen Glanz, wozu aber auch die mehr als 4000 ehrenamtlichen Stunden beigetragen haben.

Neues Erdgeschoss zum Jubiläum

Zum Jubiläum wurde das Erdgeschoss neu gestaltet. Neben der Küche stehen hier ein Schlafzimmer und eine Speisekammer wie zu Großmutters Zeiten zur Besichtigung bereit. Unter den Gästen waren auch Landtagsabgeordneter Manfred Schulz, Gertrude Riegelhofer, Vizebürgermeister Herbert Bauer, Ortsvorsteher Albert Czezatke und Gemeinderat Johannes Brüger.

Mit Heurigen, Weihnachtsnachmittag, der Verpflegung beim Grottenfest oder dem Krippenbastelkurs hat der Museumsverein auch einen wichtigen Beitrag als Kommunikationszentrum geleistet. Die Sonderausstellungen „100 Jahre Lourdesgrotte“ und „100 Jahre 1. Weltkrieg“, aber auch die Krippenausstellung fanden großes Interesse.

Seit ein paar Monaten gibt es hier auch Deutschkurse für Asylwerber und damit hat die Schule auch einen Teil ihrer früheren Aufgaben wieder übernommen. „Diese sanierte, alte Schule und das Museum bedeuten Identität für den Ort, sind aber auch ein wichtiger Ort, um das frühere Leben in Altruppersdorf der Nachwelt zu erhalten“, betonte Landesrat Karl Wilfing in seiner Festrede.

„Ich selbst bin vier Jahre in Wetzelsdorf in eine achtklassige Volksschule mit Abteilungsunterricht gegangen und kenne daher aus eigener Erfahrung, wie es in einer derartigen Schule zuging“, erzählte Wilfing.