Lern-Spiel: Garmannser für Staatspreis nominiert. Garmannser setzt auf FH auf Lernen mit Kahoot.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 10. Juli 2020 (04:30)
Der Garmannser Alois Strobl wurde für den Staatspreis„Ars Docendi“ nominiert.
zVg

Der Garmannser Alois Strobl, Lehrender an der Fachhochschule des bfi Wien, wurde für den Staatspreis „Ars Docendi“ für exzellente Lehre nominiert. Dieser zielt auf herausragende Hochschullehre ab und prämiert die besten umgesetzten Ideen und Unterrichtspraktiken österreichweit. Aus hunderten Projekten werden die besten ausgewählt. „Eine Nominierung für den Ars Docendi ist schon eine Ehre, weil jede Hochschule nur ihre besten Projekte für eine Prämierung einreicht“, freut sich Strobl.

„Meine Fachhochschule des bfi Wien hat mein Projekt für den Ars Docendi eingemeldet, weil es sich um eine innovative Möglichkeit, den Unterricht zu gestalten, handelt und dabei die intrinsische Motivation der Studenten zu anzufeuern“, erzählt Strobl. Aus der Taufe gehoben wurde dieses Projekt aus der Not heraus. „Aufgrund von kurzfristigen Absagen von Tutoren, das sind höhersemestrige Studenten, die die Niedersemestrigen beim Lernen unterstützen, habe ich begonnen, elektronische Medien in den Unterricht und die Hausübungen einzubauen, um den Studenten mehr Anreiz zu bieten, sich den Stoff zu eigen zu machen.“ Mit Stoff ist Finanzmathematik gemeint.

Als besonders reizvoll hat sich dabei der Einsatz von Kahoot entpuppt. Das ist eine Software, die die Zusammenstellung und Durchführung von Quizzen ermöglicht. Der Vortragende stellt einige Fragen zusammen, wobei jede Frage vier Antwortmöglichkeiten hat, und startet dann das Quiz online. „Am Ende jedes Spiels haben wir im Rahmen einer Siegerehrung an das Siegerteam Gummibärlis verteilt, was zur entspannten Unterhaltung beigetragen hat. Die größte Überraschung für alle Lehrer und Studierenden war, dass es mit dieser spielerischen Form des Lernens einen unglaublichen Motivationsschub für die Studierenden gab, den niemand erwartet hatte“, lacht Strobl: „Nach jahrelanger Suche, die Motivation für schwierige und unbeliebte Stoffgebiete anzukurbeln, haben wir jetzt einen Weg gefunden, der genau diese Lücke so spielerisch schließt.“

Und: Diese Methode eignet sich nicht nur für den FH-Betrieb, sondern auch für die Pflichtschulen und für Zeiten des Distance Learnings unter Coronabedingungen.