Werbung an Haushalte: „Keine Adressen weitergegeben“. Asparn: Bürger sieht Mobilfunk-Werbung, Gemeinde dementiert.

Von Johann Hochleithner. Erstellt am 21. November 2020 (04:34)
Bürgermeister Manfred Meixner sieht keine Bevorzugung des Anbieters spusu durch die Gemeinde.
Johann Hochleithner

Die Aussendung eines Mobilfunkanbieters, die an jeden Haushalt in Asparn ging, stößt einem Gemeindebürger sauer auf. Seiner Meinung könnte es auch sein, dass die, aus seiner Sicht pure Werbung  für den Mobilfunker, sogar von der Gemeinde verteilt wurden wäre. "Ich muss  annehmen, dass möglicherwiese sogar das Anfertigen bzw. Verteilen durch die Gemeinde erfolgt ist", heißt es in einem Schreiben an die NÖN. Es sei nicht ersichtlich, ob es sich bei der Aussendung um ein Schreiben der Gemeinde oder des Mobilfunkers handle.

Laut Bürgermeister Manfred Meixner entspricht dies nicht den Tatsachen. „Die Gemeinde wurde von dieser Aussendung nicht in Kenntnis gesetzt“, so der Bürgermeister. „Wir haben dem Mobilfunkanbieter auch kein Adressenmaterial zur Verfügung gestellt“. Bei genauer Recherche wurde festgestellt, dass die Aussendung nicht personalisiert war, sondern als Postwurfsendung an jeden Haushalt in Asparn gegangen war.

„Wir haben dem Mobilfunkanbieter kein Adressenmaterial zur Verfügung gestellt!“ Manfred Meixner (ÖVP), Bürgermeister

In der der NÖN zugegangenen Beschwerde wurde auch kritisiert, dass in der Aussendung steht, dass eine eventuelle Anmeldung für einen Festnetz- oder Mobilfunkanschluss am Gemeindeamt abgegeben werden könne.

Dazu sagt Bürgermeister Meixner, dass dies nur ein Entgegenkommen der Gemeinde sei, um den Bürgern den Postweg zu ersparen. Die Gemeinde sehe sich hier nicht als Außenstelle des Mobilfunkanbieters spusu, denn „die Gemeinde arbeitet auch mit anderen Mobilfunk- oder Telefonanbietern zusammen“, so Meixner. So war auch dem Kommunikationsanbieter A1 gestattet worden, auf Gemeindegrund einen Informationscontainer kostenlos aufzustellen.