Positive Bilanz für Radwege in Wolkersdorf. WUI-Obmann zieht bei Radwegen positive Bilanz, einige Potenziale seien aber noch offen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 19. Juli 2019 (04:35)
Christoph Szeker
Christian Schrefel (WUI) auf einer Brücke über dem Rußbach. Dank ihrkönnen Radfahrer ohne große Steigung von Riedenthal nach Wolkersdorf fahren.

Als radfreundlichste Stadt wurde Wolkersdorf schon vor zehn Jahren ausgezeichnet. Beim RADLand-Gemeindewettbewerb überzeugte die Stadtgemeinde mit Maßnahmen zur Förderung des Alltagsradelns und des Klimaschutzes. Es war auch jenes Jahr, als die Wolkersdorfer Umweltinitiative (WUI) Teil der Grünen wurde. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Was hat sich seither verändert und wo gibt es noch Potenziale?

WUI-Obmann und für die Radwege zuständiger Stadtrat Christian Schrefel sieht vor allem eine „ganz große Veränderung“. Sie ist für ihn mit der Gemeinderatswahl im März eingetreten. Denn in der neuen Stadtregierung sind auch die Grünen vertreten. Das mache einen Unterschied: „Früher haben wir Vorschläge gemacht und hin und wieder wurde was umgesetzt. Jetzt argumentieren wir und wenn wir uns durchsetzen, wird’s gemacht“, sagt Schrefel.

„Es geht darum, kurze Distanzen anders zu bewältigen.“Christian Schrefel, WUI-Obmann

Damit sei ein wichtiger Schritt für weitere Veränderungen getan, aber auch in den letzten Jahren hat sich im Bereich Radfahren schon einiges getan. „Das Bewusstsein für den Langsamverkehr ist gestiegen“, ist Schrefel positiv gestimmt. Alle Katastralgemeinden (außer Pfösing) sind zudem per Radweg an die Stadt angebunden. Besonders wichtig ist dem Grünen-Stadtrat der Radweg, welcher Riedenthal und Wolkersdorf dank Brücke über den Rußbach ohne große Steigung verbindet.

Optimierungsbedarf sieht Schrefel hingegen bei den Radwegen entlang der Brünnerstraße bzw. Wienerstraße. Weitere Ideen sollen auch im Rahmen einer Art Bürgerbeteiligung gesammelt werden. So findet am 26. Juli eine gemeinsame Begehung der Rad- und Fußwege statt. „Es geht darum, kurze Distanzen anders zu bewältigen“, erklärt Schrefel den Hintergrund. Denn im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz müsse man die Menschen dazu motivieren, auf das Auto zu verzichten.

Anbindung an Volksschule

Daher müsse die Stadtgemeinde auch die entsprechenden Anreize schaffen. Zum Beispiel schattenspendende Alleen, „weil sonst die Wege nicht angenommen werden“, sagt Schrefel. Unter der Frage „Welche Infrastruktur braucht man?“, soll die sogenannte aktive Mobilität noch weiter verbessert werden. Als Großprojekt fällt dem WUI-Stadtrat hier ein Radschnellweg nach Wien ein.

Ganz wichtig ist Schrefel zudem die Anbindung der Volksschule. „Die Volksschüler sollen alleine zur Volksschule fahren können“, erläutert Schrefel das große Ziel. Im Optimalfall seien die Schüler aller Katastralgemeinden betroffen. Einige gefährliche Stellen müsse man dafür aber noch entschärfen, so Schrefel, wie etwa jene beim Sportplatz Obersdorf – dort wird oft zu schnell gefahren.