45 Jahre Beratung: „Impuls geht meist von Frauen aus“. Vier Therapeutinnen geben Rat und Hilfe in der Lebens- und Familienberatungsstelle „auf.leben“.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 29. November 2020 (04:33)
Kümmern sich in der Familienberatungsstelle Mistelbach um die Anliegen der Menschen: Maria Weber-Sukup, Regina Müller, Katharina Harmer und Maria Rieder.  
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„Auch Männer sind bei uns herzlich willkommen“, sagt Maria Weber-Sukup, Lebens und Sozialberaterin bei der Familienberatungsstelle „auf.leben“ in Mistelbach. Obwohl es die Einrichtung heuer eigentlich ihr 45-jähriges Bestehen feiern wollte – coronabedingt fällt das aus – kommen immer noch mehrheitlich Frauen zur Beratung. Weber-Sukup ist eine von vier Therapeuten, die sich im auf.leben um die Sorgen und Probleme der Menschen kümmern.

„Ob es sich um Beziehungsprobleme handelt, um Trennungsbegleitung, um Erziehungsberatung, um Konflikte im familiären Umfeld oder um depressive Verstimmungen – vor allem Frauen haben den Mut und die Stärke, zu uns zu kommen, wenn sie alleine nicht mehr weiterwissen“, weiß Weber-Sukup. Idealerweise kämen bei Beziehungsproblemen beide zum Beratungsgespräch, um gemeinsam gute und für beide positive Lösungen zu finden.

Anonym und kostenfrei

Die Beratungsstelle gibt es seit 45 Jahren und kann anonym und kostenfrei in Anspruch genommen werden. „Gerne entgegengenommen werden freiwillige Kostenbeiträge, denn damit können wir zusätzliche Beratungsstunden anbieten – dies ist jedoch nicht verpflichtend, damit auch Menschen mit sehr geringem Einkommen eine Beratung in Anspruch nehmen können“, sagt Sozialberaterin Maria Weber-Sukup.

Kostenpflichtig sind hingegen verpflichtende Elternberatungsgespräche bei einvernehmlicher Scheidung und vom Gericht angeordnete Paarberatungen.