Projekt "Junges Wohnen" in Hausbrunn. Im Zentrum Hausbrunns werden sechs geförderte Wohnungen für die jungen Bürger errichtet.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 10. Juli 2019 (03:23)

Mit einem kleinen Fest wurde letzten Dienstag die Grundsteinlegung für sechs Wohnungen des Projektes „Junges Wohnen“ in der Liechtensteinstraße gefeiert.

Diese Niedrigenergie-Wohnhausanlage wird auf einem Grundstück, das einerseits neben dem Rathaus liegt und das andererseits von der Gemeinde zur Errichtung eines Gemeindezentrums vorgesehen ist, liegen. Die Wohnungen sind zu mieten, werden nicht mehr als 60 Quadratmeter (zwei Zimmer, Küche und Sanitärraume) groß sein und vor allem leistbar sein. Anspruchsberechtigte müssen jünger als 35 Jahre sein.

Der Eigenkostenanteil dieser geförderten Wohnform darf 4.000 Euro nicht überschreiten. Bürgermeister Johann Fürmann wies darauf hin, dass von den 154 Einwohnern, die zwischen 15 und 35 Jahre in Hausbrunn zählen, noch 66 das „Hotel Mama“ nützen und damit eine leicht leistbare Gelegenheit im Ort vorfinden, einen eigenen Haushalt zu gründen.

Wohnkosten stiegen stärker an als Löhne

Für den Vorstandsobmann der SGN (Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen), Martin Weber, stehe bei solchen Projekten der Nutzen für die Allgemeinheit im Mittelpunkt. Die SGN baue daher auch in Regionen, wo es rein profit-orientierte Bauträger nicht tun würden. Dies eröffne der Jugend neue Perspektiven und gibt Gemeinden in strukturschwachen Regionen die Chance, gegen die Abwanderung anzukämpfen.

Wie wichtig der geförderte Wohnbau ist, verdeutlichte SP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl: „Im Zeitraum von 2006 bis 2016 sind die Löhne um rund 19 Prozent gestiegen, die Kosten für Wohnen im Eigentum um rund 60 Prozent“. Dies unterstreiche die Wichtigkeit der Wohnbaustrategie des Landes NÖ, welches „Junges Wohnen“ in Hausbrunn mit 500.000 Euro fördert.