Bescheid beeinsprucht. Bürgerinitiative „A5 Mitte“ bekämpft Wasserrechts-Bescheid zur Nordautobahn: Das Trinkwasser sei in Gefahr.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
NOEN, PFABIGAN
Das derzeitige Ende der Nordautobahn. Nun wird bis Poysbrunn weitergebaut.

BEZIRK MISTELBACH / Es war Freitag, der 13., als die Bürgerinitiative „A5 Mitte“ ihre Beschwerde gegen den Wasserrechtsbescheid zum Autobahnabschnitt Schrick-Poysbrunn an das Land abschickte.

„Unsere Bürgerinitiative fordert seit mehr als zehn Jahren Ortsumfahrungen für Poysdorf, Erdberg und Drasenhofen ein. Damit wäre allen geholfen und kein weiterer Transit werde angezogen“, heißt es aus der Bürgerinitiative, die die Sündenbockrolle nicht auf sich nehmen will, die ihr manch? Regionalpolitiker gerne zuschieben will. Immerhin hatten über 220 Personen für die Initiative unterschrieben: „Im Jahr 2009 kam ein Bescheid für die Genehmigung des Weiterbaus der A5 heraus - und keine Behörde hat weitergetan!“ Und die jetzt erhobenen Einwände hätte man schon 2012 eingebracht - nur seien sie von den Planern ignoriert worden.

Wo liegt jetzt die Gefahr, weshalb die BI „A5 Mitte“ gegen den Wasserrechtsbescheid Einspruch erhebt?

„Wenn die Autobahn, wie sie jetzt geplant ist, gebaut wird, ist das Trinkwasser unserer Region in Gefahr!“, sagt die Bürgerinitiative. An der A2 seien durch ineffiziente Retentionsbecken Trinkwasserbrunnen verseucht worden. Das Trinkwasser von Herrnbaumgarten sei beispielsweise in Gefahr: „Da können wir doch nicht wegschauen und nur die Vorteile einer so geplanten Autobahn sehen!“, begründet die BI.

Außerdem wären bisherige Verzögerungen von Experten, nicht von Gegnern, ausgegangen.

Beschwerdegründe

Besonders im „Autobahnabwasser“ wird bei den Retentionsbecken der Stand der Technik, der in anderen Bundesländern schon längst Standard ist, nicht eingehalten.

Die von der Asfinag angegebene und bei den Berechnungen als Grundlage für die Belastung der Vorfluter verwendete Streusalzmenge ist viel zu niedrig für eine 4-spurige A5 bemessen.

Eine von der BI A5 Mitte geforderte ständige, automatisierte Chloridmessanlage und -steuerung bei jedem Retentionsbecken zum Schutz der Bäche/Vorfluter vor Stoßbelastungen wurde abgelehnt.

Der Gewässerzustand der Gerinne, in die eingeleitet werden soll, ist schon jetzt unbefriedigend bis schlecht, wenig bis gar kein Wasser führend und darf durch die unzulängliche Filterung der Straßenabwässer nicht verschlechtert werden.