1. Mai im Lockdown: Aktionen nach Verbot abgesagt. Mit Fahnen in den Orten machte SPÖ auf die Arbeit hinter den Kulissen im Bezirk Mistelbach aufmerksam.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. Mai 2021 (12:21)
1. Mai mit „bitterem Beigeschmack“: Melanie Erasim und Wolfgang Krautsieder.
SPÖ Mistelbach, SPÖ Mistelbach

„Die Arbeitslosenzahlen sind noch immer überschießend und wir feiern den Tag der Arbeit zum zweiten Mal im Lockdown“, sagt SPÖ-Bezirksvorsitzende und Nationalrätin Melanie Erasim: „Damit hat dieser Tag schon einen bitteren Beigeschmack.“

Zumal alle Aktionen abgesagt wurden bzw. wegen des letzten Lockdown-Wochenendes nicht möglich sind. „Eigentlich hätten wir eine Fahnenaktion auf den Hauptplätzen von Mistelbach und Korneuburg geplant gehabt, bei der wir für jede Ortsorganisation eine Fahne aufstellen und so auf den Tag der Arbeit hinweisen“, sagt Erasim: In Korneuburg habe die Bezirkshauptmannschaft allerdings diese Aktion untersagt. „Damit wir zeigen, dass wir auch in der Pandemie arbeiten, auch wenn das nicht immer sichtbar ist, werden wir jetzt die Fahnen in den Orten selbst hissen.“ Parallel dazu gab es einen Brief an die Mitglieder und ein Sackerl Blumensamen.

Weniger konservativ als die Blumensamen ist Erasims Forderung zum 1. Mai: „Unser Ziel ist die Vollbeschäftigung. Denn aus der Corona-Pandemie darf keine Pandemie der Insolvenzen, Armut und Arbeitslosigkeit werden.“

Im Bezirk Mistelbach gebe es trotz leichtem Rückgang immer noch über 2.500 Arbeitslose. Arbeitsplätze sollten vor allem in den Bereichen Kinderbetreuung, Verkehr, Pflege und Gesundheit geschaffen werden, finanziert soll das ganze über neue Steuern auf Erbschaften, Vermögen und Transaktionsgewinne werden.

Wie verbrachte Melanie Erasim den 1. Mai? „Das war bei mir sehr familiär: Spazieren gehen und der eine oder andere Videocall mit Ortsparteien“, erzählt die Nationalratsabgeordnete.