1G-Regel schon freiwillig angewendet. Veranstalter im Bezirk Mistelbach haben keine Probleme mit den geplanten, verschärften Corona-Regeln.

Von Susanne Jaritz. Erstellt am 15. September 2021 (05:28)
Spätsommer-Empfang der Stadtgemeinde Mistelbach auf der Piazza des MAMUZ
Spätsommer-Empfang der Stadtgemeinde Mistelbach auf der Piazza des MAMUZ: Die 3G wurden kontrolliert, die Gäste registriert und alle hatten zugewiesene Sitzplätze. Im Museum selbst gilt seit Längerem Maskenpflicht, auch bei Veranstaltungen. Bild unten: Viele Veranstalter kennzeichnen die kontrollierten Gäste mit bunten Bändern.
Michael Pfabigan

In Zukunft nur noch genesen oder geimpft zu Veranstaltungen gehen? Je nach Intensivbettenauslastung könnte dies bevorstehen. Wie stellen sich Veranstalter in Mistelbach darauf ein?

Werner Kraus von der Kulturplattform Poydium in Poysdorf berichtet, dass sie aus freien Stücken bereits die 1G-Regel befolgen. „Nur Geimpfte werden eingelassen und haben reservierte Sitzplätze,“ so der Veranstalter. Bei den bevorstehenden Veranstaltungen gibt es eine optimale Raumauslastung zugunsten der Gäste. Bei der Kartenvergabe werde der Name aufgezeichnet.

Bei Maskenpflicht wird abgesagt

Da Kraus selbst Covid-Beauftragter ist, gebe es bei der Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen keine Schwierigkeiten. Wenn das Maskentragen kommt, dann werde man beide Veranstaltungen absagen: „Mit Maske im Konzert oder im Kabarett — das macht keinen Spaß“, so Kraus.

Mistelbachs Kulturstadtrat Josef Schimmer sieht in den neuen Verordnungen keine große Umstellung: „Wir in Mistelbach haben ja sowieso immer Veranstaltungen gemacht und da haben wir immer streng kontrolliert.“ In nächster Zeit stünden auch kaum Veranstaltungen mit über 500 Personen an, und bei diesen werde alles so gemacht wie vorgegeben. „Ich will, dass sich möglichst viele Leute rasch impfen lassen, damit wir das hinter uns bringen,“ so Schimmer.

Feuerwehr trägt Maßnahmen mit

Auch FF-Bezirkskommandant Markus Schuster bestätigt, dass sie von der Feuerwehr bisher alles mustergültig mitgemacht haben und die Verordnungen schätze. „Die Sicherheitskontrollen stehen bei uns an oberster Stelle,“ so Schuster. Die Wehren haben an den Eingängen Leute abgestellt, die kontrollieren, egal wie viele Gs. Selbstverständlich sei die Organisation des Ganzen eine enorme Herausforderung für die Feuerwehr, jedoch werden sie dies auch noch durchstehen.

Der Mistelbacher Bürgermeister Erich Stubenvoll steht den anstehenden Verordnungen dankbar gegenüber. Er bestätigt, dass alles unter strengen Kontrollen stattfindet. Zwar mussten die großen Veranstaltungen dran glauben, aber dies passierte freiwillig. Die 2G-Regel findet er persönlich sehr gut und erzählt, dass er gerade aus seinem Büro blicke und dort den Impfbus sehe, vor dem sich, seit einiger Zeit, eine lange Schlange bilde. „Ich bin guter Dinge,“ so Stubenvoll. Beim Impfbus in Mistelbach wurde mit 252 Geimpften übrigens ein neuer Rekord bei einem Stopp des Busses erzielt.

Auch im Museum MAMUZ in Mistelbach unterliegen alle Veranstaltungen bereits der Maskenpflicht, so der Betreiber Christoph Mayer. Aufgrund des Besucheraufkommens haben wir uns dazu entschlossen, diese Regelung einzuführen. Das einzige Problem bei der Verordnung sehe er in der Unterscheidung von Geimpften und Ungeimpften und wer das dann kontrollieren soll. Eine einheitliche Maskenregelung für alle empfindet er als einfacher. „Wir können aber alles schnell umsetzen,“ so Mayer.

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