77 Prozent der Coronavirus-Fälle nicht zuordenbar. Nur noch bei 23 Prozent der Infektionen im Bezirk Mistelbach kann die Ansteckungsquelle ausgeforscht werden. Bald 1.000 Gesamtinfizierte.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. November 2020 (05:10)
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APA (Symbolbild/AFP)

Die Coronalage ist kaum noch kontrollierbar: Laut Unterlagen der Coronakommission kann nur noch bei 23 Prozent der positiv Getesteten festgestellt werden, wo sich die Person infiziert hat. Binnen einer Woche hatte sich dieser Wert halbiert. Mistelbach liegt dabei im Landesschnitt (22 Prozent), 19 Prozent der Infizierten sind asymptomatisch, spricht: zeigen keine Symptome, können aber jederzeit ansteckend werden.

333 bestätigte Fälle

Aktuell gibt es im Bezirk 333 bestätigte Fälle (Stand 16. November), bisher starben elf Personen mit einer Coronainfektion - zuletzt eine 86-jährige Frau im Landesklinikum Mistelbach.

Die sieben-Tages-Inzidenz stieg in der letzten Woche von 211 auf knappe 273 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Bis dahin waren seit Beginn der Pandemie 955 Personen positiv auf das Sars-Cov-2-Virus getestet worden. Alleine von Sonntag auf Montag wurden 30 neue Erkankungen gemeldet.

Wer ist besonders von Coronainfektionen betroffen? Zehn Prozent der Infizierten sind unter 20 Jahre, 36 Prozent zwischen 20 und 39, 42 Prozent zwischen 40 und 64 und 13 Prozent in der Risikogruppe über 65 Jahren.