Ausblick auf 2021: Baustelle, LaaPlus & Ortschefin. Gaweinstal bekommt erstmals eine Bürgermeisterin, die Dauerbaustelle Ladendorf geht ins Finale, LaaPlus startet.

Von Kathrin Schlegelhofer und Michael Pfabigan. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:43)
Oper in Kirchstetten: Lässt die Coronalage ein Spiel im engen Maulpertschsaal nicht zu, so wird im Ehrenhof des Schlosses gespielt.
Schloss
Kirchstetten

Jahreswechsel 2021 – und noch nie war angesichts der Coronapandemie, die uns wohl zumindest im ersten Halbjahr in Atem halten wird, ein Ausblick auf das neue Jahr so schwer. Denn ob Veranstaltungen wie geplant abgehalten werden können, wird von den Infektionszahlen abhängen. Hier trotzdem ein Überblick.

Ruhiger Jahresbeginn. Üblicherweise beginnt das Neue Jahr mit einem Reigen von Empfängen: Den Start macht alljährlich Poysdorf mit seinem Neujahrsempfang am 6. Jänner, es folgen Mistelbach, die Bezirks-ÖVP und Wolkersdorf (um nur die großen Empfänge zu nennen). Coronabedingt heuer allerdings nicht. Für das Who-is-Who im Bezirk bedeutet das einen ruhigen Start ins Jahr 2021.

Neue Gesichter bei den Wehren. Die Feuerwehren wählen noch im Jänner, ab Mitte Februar werden dann die Abschnittskommandanten und der Bezirkskommandant gewählt: Fix ist, dass es in den Abschnitten Mistelbach und Laa neue Abschnittskommandanten bzw. -Stellvertreter geben wird. Denn Johann Wanderer und Johann Ullram werden sich alterstechnisch zurückziehen und der Niederleiser Markus Schuster, bisher Bezirkskommandant-Stellvertreter, wird neuer FF-Bezirkskommandant. Er löst damit Reinhard Steyrer nach fünf Jahren in diesem Amt ab. In welcher Form der Bezirksfeuerwehrtag mit den Wahlgängen stattfinden soll, ist noch ungewiss.

Neue Bürgermeisterin. Ein Jahr nach der Gemeinderatswahl legt Gaweinstals Bürgermeister Richard Schober (ÖVP) Ende Jänner seine Funktion zurück. Designierte Nachfolgerin ist die Schrickerin Birgit Boyer, die schon jetzt als Vizebürgermeisterin viele der Aufgaben des Bürgermeisters übernommen hat. Die entsprechende Wahlsitzung des Gemeinderates wird für Anfang Februar erwartet. Weitere Bürgermeisterwechsel sind im Bezirk nicht zu erwarten. Politisch werden die Parteien – zumindest in der Volkspartei– die im Vorjahr verschobenen Orts- und Gemeindeparteitage nachholen müssen, damit sie dann im Jänner 2023 für die Landtagswahl bestens gerüstet sind.

Stella Jones wird in Staatz die Dolores im Musical „Sister Act“ singen.
Felsenbühne Staatz

Sommertheater . Während der A Capella Chor Weinviertel die Premiere seiner im Vorjahr geplanten Musicalproduktion „Joseph an the amazing technicolor dreamcoat“ auf 2022 verschoben hat (Premiere 25. März 2022, Stadtsaal Mistelbach), hoffen die Sommertheater im Bezirk auf einen einigermaßen regulären Betrieb: Der Märchensommer in Poysbrunn spielt „Schneewittchen – neu verzwergt“ (Premiere 8. Juli), auf der Felsenbühne in Staatz gibt es heuer das Musical „Sister Act“ von Alan Menken (Premiere 24. Juli) und in Kirchstetten Gioachino Rossinis „Il Signor Bruschino“ (Premiere 31. Juli.).

Im Filmhof Asparn wird es wieder zwei Theaterstücke geben: Die Komödie „Der letzte der feurigen Liebhaber“ (Premiere 29. Juni) und das Kinderstück „Das Böse, der Spiegel und das Lachen (Premiere 29. Juni). Zwischendurch wird es eine Reprise des Vorjahres-Erfolgsstücks „Ein Seitensprung zu viel“ geben.

Definitiv spielen will man auch auf der Bühne im Kraus-Park in Kronberg, welches Stück heuer von Josef Romstorfer und Co auf die Bühne gebracht wird, ist noch offen. Eine Operettenrarität wird beim Wilfersdorfer Operettenfestival zu sehen sein: „Der falsche Kaiser“ wird am 2. Juli Premiere feiern.

Schneewittchen und die böse Stiefmutter - im Schloss Poysbrunn werden sie neu „verzwergt“.
Martin Hesz

Letztes Kulturhighlight 2021 werden die 43. Internationalen Puppentheatertage (13. bis 17. Oktober) in Mistelbach sein.

Ausstellungen . Im MAMUZ Mistelbach wird die 2020er-Erfolgsausstellung zum präkolumbianischen Volk der „Maya“ verlängert (geöffnet 13. Februar bis 21. November), im MAMUZ Schloss Asparn gibt es die Ausstellung „Experimentelle Archäologie“ (20. März bis 21. November). Im nitsch museum ist bis Ende April noch die Jahresausstellung „Hermann Nitsch - Neue Arbeiten“ zu sehen, welche Ausstellung danach folgen soll, ist noch Gegenstand von Planungen im MAMUZ.

Ende für die Dauerbaustelle. Seit vier Jahren ist die Ortsdurchfahrt von Ladendorf eine sommerliche Baustelle mit entsprechenden Behinderungen und Umleitungen: Heuer wird der letzte Abschnitt in Angriff genommen – und das ohne großräumige Umleitungen: Denn das Baulos am westlichen Ortsende soll mit einspurig befahrbaren Abschnitten saniert werden. Das dauert zwar ein bisschen länger, verhindert aber die massiven Umleitungen der vergangenen Jahre. Damit wurde die 50 Jahre alte Straßenkonstruktion auf einer Länge von 3,2 Kilometern saniert. Die Gemeinde nutzte die Arbeiten, sanierte auch gleich ihre marode Wasserleitung und ließ Glasfaserkabel einziehen.

Ende für die Megabaustelle: Die Ortsdurchfahrt Ladendorf wird 2021 fertig gestellt – hier ein Bild aus dem Jahr 2018.
Michael
Pfabigan

Neuer Fahrplan, neue Betreiber. Mit 29. März werden die Buslinien im östlichen Weinviertel nicht mehr vom Postbus, sondern von den Verkehrsunternehmen Gschwindl und Dr. Richard bedient. Der Postbus war im Vorjahr bei der entsprechenden Ausschreibung im östlichen Weinviertel unterlegen. Wobei: Mittlerweile einigte man sich mit den neuen Betreibern, einige Linien zumindest als Subunternehmer zu fahren. Außerdem hofft man noch auf die Ausschreibung des Verkehrs am Schweinbarther Kreuz. Gelingt das, dann wäre für den Postbus auch die Zukunft der Postbusgarage in Poysdorf gerettet. Was bedeutet die Neuausschreibung der Linien für den Kunden? Mehr beauftragte Kilometer durch den VOR, ein neues Wartehäuschendesign und ein verbessertes Info-System, wann der nächste Bus bei den Haltestellen ankommt. Neu wird auch sein, dass einer der zentralen Umsteigeknoten im Weinviertel nicht mehr am Mistelbacher Hauptplatz, sondern beim Bahnhof zu finden sein wird. Dort stehen bereits die Wartehäuschen, es fehlen noch die Einbauten durch den VOR.

Start für LaaPlus. Noch für Jänner kündigte Investor Rudolf Schütz einen Spatenstich für das Multifunktionszentrum LaaPlus zwischen Ostbahnhof und Therme Laa an: Auf dem Areal sollen ein Nahversorger, ein Ärztezentrum, Wohnungen, mobile Arbeitsplätze, betreutes Wohnen und Junges Wohnen geschaffen werden. Geht das Konzept auf, so gibt es auch Modelle, in denen ein kleines Hotel eingezeichnet ist. Die ersten Schritte für LaaPlus sollen mit dem Nahversorger, der auch Neustadt und Kellerhügel versorgen wird, und dem Ärztezentrum gesetzt werden.

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