Bewährtes und einige neue Ideen bei der Ferienbetreuung. Neben klassischem Hort gibt es im Bezirk auch viele Alternativen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:00)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Auf den Juli freuen sich die Kinder, denn für sie starten dann die Ferien. Die Eltern können sich aber keine zwei Monate freinehmen und stehen dann oft vor dem Problem: Was tun mit den Kindern in neun Wochen Ferien? Im Bezirk sind die Möglichkeiten für die Ferienbetreuung der Kinder dabei verschiedenartig.

Als vorbildlich kann das Angebot in der Bezirkshauptstadt bezeichnet werden: In Kooperation mit dem Lerntiger wird hier für alle schulpflichtigen Kinder in allen Ferienwochen im Hort eine ganztätige Betreuung angeboten. Die Gemeinde unterstützt zudem die Ferienbetreuung auch finanziell und darüber hinauskönnen die Kinder sehr flexibel tageweise angemeldet werden. „Verbesserungsbedarf gibt’s weniger“, sagt Bürgermeister Alfred Pohl (ÖVP) daher. Dennoch arbeite man ständig an der Optimierung und an Erweiterungen des Angebotes, „das wirklich gut angenommen wird“, wie Pohl berichtet.

„Früher, in der klassischen Bauernfamilie, war das anders.“Erich Trenker, SP-Bürgermeister Pillichsdorf

Bei den Kindergärten ist die Ferienbetreuung in Mistelbach ebenfalls sehr umfassend: Wenn Bedarf besteht, haben sie nur drei der neun Wochen geschlossen. Genauso gestaltet sich auch die Situation in Wolkersdorf und in Laa an der Thaya, wo die Kindergärten ebenfalls nur in den mittleren drei Wochen geschlossen haben. „In den Mittelschulen besteht allerdings kein Interesse mehr“, weiß die Laaer VP-Bürgermeisterin Brigitte Ribisch.

Pillichsdorf zählt mit unter 1.500 Einwohnern zu den kleineren Gemeinden, entsprechend sind auch die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in den Ferien skaliert: In Kindergarten und Schule ist das Angebot auf einen Bedarf von acht Plätzen ausgelegt. Pillichsdorfs Bürgermeister Erich Trenker (SPÖ) ist auch Bezirksvorsitzender im SPÖ-Gemeindevertreterverband und macht einen Vorschlag für die kleinen Gemeinden: „Gemeindeübergreifende Projekte würden Sinn machen“, sagt Trenker. So könnten in der Region etwa abwechselnd Pillichsdorf, Großengersdorf und Bockfließ die Betreuung übernehmen.

Tagesmütter greifen Eltern unter die Arme

Allgemein sieht Trenker vor allem auch deshalb Probleme bei der Betreuung, da die Großeltern oft nicht mehr in der Nähe wohnen und die Eltern es daher schwierig haben. „Früher, in der klassischen Bauernfamilie, war das anders“, erklärt der Pillichsdorfer Bürgermeister. In Laa hilft man sich etwa mit Tagesmüttern, um den berufstätigen Eltern der Umgebung unter die Arme zu greifen.

Für die Region Wolkersdorf wurde die Plattform RuWi Kids ins Leben gerufen, um Abhilfe zu schaffen. Es handelt sich dabei um eine Betreuungsbörse: „Das Angebot geht vom Babysitten über Tagesmütter bis zur Kleinstkindergruppe“, erklärt Sarah Ritzerow als Verantwortliche.

Andere alternative Betreuungsmöglichkeiten in der Region Wolkersdorf sind etwa die englischen Sprachwochen oder das Ferienspiel der Stadtgemeinde. In Mistelbach gibt es ebenfalls die Ferienspiele. Bürgermeister Pohl ist begeistert davon: „Das Mistelbacher Ferienspiel ist eine geniale Einrichtung“, sagt er. Es umfasst insgesamt 80 Angebote.

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