Effizienzsteigerung auf Ostbahn: „Ausweichen notwendig“. Studie soll geplante Kreuzungsbahnhöfe untersuchen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 29. Dezember 2020 (18:00)
Christian Schrefel (Grüne) und Karl Wilfing (ÖVP) sind zuversichtlich, was den Bau von Ausweichstellen entlang der Ostbahn betrifft. Damit soll die Effizienz der Strecke gesteigert werden.
Michael Pfabigan

Es bedurfte anscheinend der Grünen in der Bundesregierung, um eine Verbesserung der Bahninfrastruktur an der Laaer Ostbahn zu schaffen: Denn die seit Jahren heillos überfüllte, ab Wolkersdorf eingleisige Strecke kann keine zusätzlichen Transportkapazitäten mehr aufnehmen.

Jetzt fixierten Land NÖ und Bund im „Mobilitätspaket nördliches Niederösterreich“ umfangreiche Investitionen in das Verkehrsnetz der Region. Unter anderem schaffe es der Ausbau der Laaer Ostbahn bis ins Jahr 2032 neu in das Bauprogramm.

Konkret wurde jetzt einmal eine Machbarkeitsstudie für Effizienzsteigerungen durch den Bau von Ausweichstellen beauftragt. „Das sollten wir bis zum Ende der Legislaturperiode hinbekommen, dann können wir Druck auf den baldigen Bau ausüben“, sagt ÖVP-Landtagspräsident Karl Wilfing, der derartiges schon vor Jahren gefordert hatte. Möglich seien derartige Kreuzungsbahnhöfe in Frättingsdorf und in Neubau-Kreuzstetten, an ersterem Standort seien sogar die nötigen Grundstücke vorhanden, weiß der ehemalige Verkehrslandesrat. In Kreuzungsbahnhöfen können sich Züge auf der eingleisigen Strecke während der Bewegung begegnen und brauchen nicht stehen und aufeinander warten.

„Das sollten wir bis zum Ende der Legislaturperiode hinbekommen, dann können wir Druck auf den baldigen Bau ausüben“

Wie realistisch ist der Bau in nächster Zukunft? „Das kann schnell gehen“, sagt Grüne-Bezirksobmann Christian Schrefel: Für ihn ist es ein wichtiges Zeichen, dass die Studie für die Zukunft der Laaer Ostbahn in jenem Jahr beschlossen wird, in dem sie ihr 170-jähriges Jubiläum feiert: „Dann kann auch der Takt ab Wolkersdorf für die Pendler verdichtet werden“, sagt der passionierte Bahnfahrer Schrefel. Mehr zumMobilitätspakt auf Seite 47