Firmung & Erstkommunion: Verschiebung meist problemlos.  In vielen Pfarren im Bezirk Mistelbach wird verschoben, man setzt auf Online-Unterricht und Engagement der Eltern.

Von Kathrin Schlegelhofer. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:52)
In der Volksschule Poysdorf bastelten die Kinder im Religionsunterricht Spiralen, die zeigen, dass Jesus mitten unter uns ist.
Ingrid Kraus

  „Es geht ja nicht nur um Wissensvermittlung. Die Kinder sollen ja auch Kirche erleben und so wie es jetzt ist, ist es nicht kindergerecht“, erklärt Pfarrer Helmut Scheer die Verschiebung der Erstkommunionen in seinen Pfarrgemeinden, wie Ladendorf oder Niederkreuzstetten.

Anders ist es bei den Firmungen, hier setzt man auf online-Unterricht: „Bei den Firmlingen funktioniert das toll, die sind es von der Schule gewohnt“, so Scheer. Während man also für die Erstkommunion vorerst noch abwartet, werden die Firmungen Ende Juni und Anfang Oktober stattfinden.

Als Orientierung für die Pfarren gibt es Vorschläge der Diözese, grundsätzlich entscheiden die Gemeinden jedoch selbst. Man könnte die Feierlichkeiten um ein paar Monate oder sogar um ein Jahr verschieben,  online Kurse abhalten so wie in der Pfarre Ladendorf oder die Eltern vermehrt miteinbeziehen, heißt es in dem Brief an die Pfarren.

Auf die Mitarbeit der Familien setzt auch die Pfarre Poysdorf, die Eltern bekommen Anregungen wie einen Adventkalender oder einen Familienkreuzweg. Unterstützt werden sie vom Stadtpfarrer Bernd Kolo und der Religionslehrerin der Volksschule Ingrid Kraus, Gottesdienste wurden in Poysdorf in Kleingruppen gefeiert „damit es hier zu keiner Vermischung über den Klassenverband hinaus“ kommt, betont Ingrid Kraus. Auch in Poysdorf findet die Firmung wie gewohnt statt, die Erstkommunion jedoch erst im August.

In der Pfarre Wolkersdorf haben sich die Eltern dazu entschieden, alle kirchlichen Feiern in den September zu verlegen, „da gab es keine Gegenstimmen“, erzählt Pastoralassistentin Pia Hecht, die die Vorbereitungen leitet. „Es ist ja auch ein Familienfest. Daher war das für uns alle die beste Lösung“, so Hecht.

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