Frau durch Stiche in Bauch getötet: Ermittlungen laufen. Motiv Beziehungsstreit? Nach der Messerattacke vom Sonntag mit einer Toten haben die Ermittlungen am Dienstag angedauert.

Von Michael Pfabigan. Update am 10. Dezember 2019 (15:11)

Es scheint ein Beziehungsdrama gewesen zu sein: Am Sonntagabend rief ein Mann, mutmaßlich der Ex- Freund des Opfers, bei der Polizei an. In der Wohnung seiner früheren Freundin soll es zu einem Vorfall gekommen sein. Ihr aktueller Freund soll ihr Gewalt angedroht haben, heißt es aus Ermittlerkreisen. Sie habe ihren Ex-Freund angerufen und ihm von ihrer Angst berichtet, erzählte der Mann den Beamten der Polizeiinspektion Laa.

Als die Polizei dann gegen 20 Uhr in der Wohnsiedlung in Neudorf ankam, fand sie die 48-jährige Frau mit mehreren Messerstichen im Bauch. Ihr 53-jähriger Lebensgefährte wurde in der Wohnung angetroffen und festgenommen, wobei er Widerstand geleistet haben soll. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.

Bei der Einvernahme auf der Polizeiinspektion Laa zeigte sich der Verdächtige hinsichtlich aller Vorwürfe geständig, so die Polizei auf NÖN-Anfrage. Details zur Bluttat wollte sie jedoch keine preisgeben. Da der verdächtige Lebensgefährte nach seiner Verhaftung einen Alkotest verweigerte, ordnete die Staatsanwaltschaft eine körperliche Untersuchung an.
Rätsel gibt den Ermittlern die Tatsache auf, warum der 53-Jährige staatenlos war. „Er ist in Österreich geboren. Warum er keine Staatsbürgerschaft hatte, müssen wir erst erheben“, sagt ein Ermittler.

Die Bestürzung im Ort ist groß, man kannte das Opfer. Die Frau war oft mit ihrem Hund spazieren und ist nie auffällig geworden. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Kor-neuburg eingeliefert. Es ist dies der zweite Mordfall im Ort in jüngerer Vergangenheit, nachdem 2015 ein Mann seine Ehefrau getötet hatte.

Der 53-Jährige wurde laut Karl Schober, Leiter der Staatsanwaltschaft Korneuburg, am Montagabend in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Untersuchungshaft sei am Dienstag beantragt worden. Angeordnet wurde durch die Anklagebehörde auch eine Obduktion des Opfers.

Ebenfalls am Sonntag hatte in einer Gemeinde nahe Wiener Neustadt ein 39-Jähriger seinen Schwiegervater nach einer Familienfeier mit einem Klappmesser attackiert und schwer verletzt. Das Opfer musste operiert werden, teilte Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt mit.