„Glasfaser unbedingt nötig“. Der Breitbandausbau wird mit Bundesmitteln gefördert. In einigen Gemeinden wird auf Innovation gesetzt.

Von Florian Mark. Erstellt am 19. August 2020 (03:49)
„Unser Ziel lautet Glasfaserversorgung für jeden Haushalt“, sagt Ladendorfs Bürgermeister Thomas Ludwig, im Bild mit Nationalrätin Eva-Maria Himmelbauer und Vizebürgermeister Erich Zeiler.
Himmelbauer

Es ist die Regierung selbst, die das Vorhaben  Breitbandausbau als essenziell für die Entwicklung von Wirtschaft und Lebensqualität ansieht. Auch am Land soll daher mit Fördermitteln die „flächendeckende Versorgung mit festen und mobilen Gigabit-Anschlüssen“ bis 2030 gesichert werden: Für das Weinviertel wurden seit 2015 rund 2,5 Millionen Euro bereitgestellt - in den meisten Fällen würden die Fördermittel den beauftragten Unternehmen zukommen, heißt es aus dem Bundesministerium.

In Ladendorf läuft die Vorbereitung der Glasfaseranschlüsse parallel zum Straßenausbau, wodurch etwa bei der Generalsanierung der B 40 die Anschlüsse für Wohnhäuser vorbereitet wurden.

Diese sogenannte Leerverrohrung sei nötig, damit bei Bedarf der Anschluss an das zukunftsweisende Glasfasernetz vorgenommen werden kann. „Die Datenübertragungsraten für Kupfer sind technisch beschränkt, es kommt somit langfristig nur Glasfaser in Frage“, sagt Bürgermeister Thomas Ludwig. „Deshalb lautet unser langfristig erforderliches Ziel: Eine Glasfaserversorgung für jeden Haushalt!“

Die Kosten dafür seien schwer zusammenzufassen, da die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft mbH (NÖGIG), eine Tochter der Wirtschaft das Material kostenlos bereitstellen würde und die Oberflächenarbeiten ohnehin vorgenommen würden.

In Asparn läuft der Breitbandausbau in mehreren Stufen gleichzeitig. „Jeder kocht hier ein eigenes Süppchen. Die NÖGIG und A1 bauen das Glasfaser- und Telefonnetz aus, zusätzlich wird in Asparn parallel zur Erneuerung der Wasserleitungen langfristig das Netz erneuert“, sagt Bürgermeister Manfred Meixner.

Auch der Mobilfunkanbieter spusu ist in Asparn tätig: Das Unternehmen hat 2020 mit der Vorbereitung eines Glasfasernetzausbaus begonnen. Das sei für die Gemeinde selbst mit geringen Kosten verbunden.

Für den Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes in Asparn steht noch kein Beschluss. Dass Digitalisierung nicht nur den Ausbau technischer Ressourcen bedeutet, wird indes in Poysdorf deutlich. Aktuell arbeite man im Büro von Bürgermeister Thomas Grießl und unter der Federführung von Christian Frank an einer elektronischen Zustellung von Gebühren und Aussendungen. Zusätzlich soll ein Ausbau des WLAN-Netzes an öffentlichen Orten in Poysdorf das Leben für seine Bewohner moderner machen.

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