Grammeln & weniger Alkohol in der Fastenzeit. Die NÖN fragte bei Promis aus dem Bezirk nach, welche Vorsätze sie für die Zeit vor Ostern gefasst hatten.

Von Christina Ott. Erstellt am 17. April 2019 (04:55)
Andreas Cichini/ erinnerungsfoto.at
Musiker Harald Grössing setzt auf Grammeln als Weinviertler Fastenspeise – ein durchaus ausgefallener Vorsatz für die Fastenzeit.

Kein Alkohol, kein Zucker, kein Fleisch, keine Zigaretten oder aber auch einfach weniger Handynutzung - Fasten kann sehr vielseitig sein. Immer mehr Menschen nutzen die 40 Tage vor Ostern, um sich etwas zurückzunehmen. Die NÖN hat deshalb bei Promis im Bezirk nachgefragt, ob sie für diese Zeit Vorsätze gefasst hatten und worauf sie verzichten oder besonders achten wollten.

Ein Klassiker unter den Vorsätzen ist mit Sicherheit der Verzicht auf Süßigkeiten - auch Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP), bekennende „Naschkatze“, wollte die Fastenzeit nutzen, um seinen Süßigkeiten-Konsum zu reduzieren. „Meine Frau und ich haben ausgemacht, dass wir in der Fastenzeit die Naschlade nicht auffüllen“, so Wilfing.

„Meine Frau und ich haben ausgemacht, dass wir in der Fastenzeit die Naschlade nicht auffüllen!“Karl Wilfing, Landtagspräsident (ÖVP)

Michael Rosenberg, Intendant des Filmhofs Asparn, versuchte hingegen, seinen Fleisch- und Alkoholkonsum stark einzudämmen. Der Grund? „Weil ich im Winter an Winterspeck zulege und diesen wieder loswerden möchte, und das gelingt in Verbindung mit Bewegung“, so Rosenberg.

Einen besonders kreativen und gefinkelten Vorsatz hatte der Weinviertler Musiker Stefan Gössinger gefasst: „Ist ja fast peinlich, aber ich hab´ einen beinahe zahnlosen Vorsatz: Ich trinke zuhause keinen Alkohol!“, lacht der Münichsthaler. Nachdem er aber fast täglich unterwegs sei, würde sich dieser Vorsatz auch gut einhalten lassen. „Zugegeben, es gibt härtere Aufgaben“, schmunzelt er.

Musikerkollege Harald Grössing war bei seinem diesjährigen Fastenvorsatz ebenfalls einfallsreich - er setzte in der Fastenzeit auf Brot, Salz und Grammeln. „Da die Grammeln schon von Fett ausgepresst wurden, ist das eine Weinviertler Fastenspeise“, lacht der Schleinbacher Tischlermeister. Offenbar wirksam: „Mein persönliches Fastenrezept hat mich schon acht Kilo gekostet.“

Pause vom Verzicht

So manch anderer treuer Faster gönnte sich dieses Jahr hingegen eine Pause vom Verzicht: „Normalerweise bin ich da auch sehr strikt dahinter, heuer allerdings fühlte ich mich sehr wohl in meiner Haut und dachte mir, ich lasse mal aus“, so der Hanfthaler Haubenkoch Matthias Herbst. Eine Entscheidung, die er mittlerweile doch etwas bereut: „Ich merke, dass es doch nicht schlecht gewesen wäre, auf etwas zu verzichten“, gibt er zu.

Und auch wenn man keine Vorsätze hat, so ist es für viele Christen zumindest Pflicht, am kommenden Karfreitag kein Fleisch zu essen: „Das halte ich zu 1000 Prozent ein“, so Landtagsabgeordneter Manfred Schulz (ÖVP) aus Gnadendorf. „Außerdem versuche ich in der Fastenzeit, meiner Familie ein bisschen mehr Zeit zu widmen.“

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