Haubenwirt Polak: „Funktioniert bei Restaurants nicht“. Haubenwirt Karl Polak aus dem Bezirk Mistelbach sieht bei Plänen nur Lösung für Trinklokale, Kulturbranche ist leicht optimistisch.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. März 2021 (04:12)
Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen im Weinviertel ist eine regionale Öffnung der Schanigärten im Weinviertel derzeit eher unwahrscheinlich.
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Manche Lokale kündigen auf den sozialen Medien jetzt schon an, dass sie sicher keine Coronatest-Bestätigungen ihrer Gäste kontrollieren werden, andere, wie das Mistelbacher Gasthaus Diesner, das seit dem Gastrolockdown komplett geschlossen hat, bieten, ohne einen Zeithorizont fürs Wiederaufsperren zu kennen, jetzt schon eine Hotline für „Reservierungen und Anfragen für die Zeit danach“ an.

„Will man sich bei 13 Grad in den Schanigarten setzen und ein dreigängiges Menü genießen?“ Mistelbachs Haubenwirt Karl Polak hat wenig Freude mit den von der Regierung präsentierten Öffnungsschritten für die Gastronomie. Nur die Schanigärten ab Ostern zu öffnen sei für die gehobene Gastronomie zu wenig: „Im Gastgarten kann ich keine Plätze reservieren, weil alles vom Wetter abhängig ist“, sagt Polak. Das würde bei Bierlokalen und Kaffeehäusern funktionieren: „Für die freue ich mich auch, dass es jetzt endlich wieder weitergeht.“ Das Linde-Team wird in den nächsten Tagen die Lage beraten.

Für Filmhof Asparn-Intendanten Michael Rosenberg sind die Ankündigungen der Regierung „Karotten vor der Nase“: Er ist überzeugt, dass im Sommer, wenn auch eingeschränkt, gespielt wird.

„Irgendwelche Garagen und Weinkeller sind coronamäßig gefährlicher, als ein Konzerthaus“, sagt Stephan Garnter, Intendant von Kultur im Schloss Kirchstetten: Der Kulturbereich habe schon im Herbst bewiesen, dass er Konzepte umsetzen kann. Diese gebe es seither. Gartner hofft, dass zu Ostern tatsächlich auch die Kultur hochgefahren wird.

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