Hotellerie-Lockdown: Soldaten & ein paar Geschäftsleute. Minimalbetrieb und Sorgen um das Personal im Bezirk Mistelbach.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:10)
Monika Neustifters Hotel in Poysdorf schafft Auslastung durch die Einquartierung der Grenzsoldaten.
Werner Kraus

„Wir haben für die Businesskunden offen, insofern sind ein Teil der Rezeptionsmannschaft und die Reinigungskräfte da – wenn auch in Kurzarbeit“, sagt Mistelbachs Hotelier und Gastronom Karl Polak. Seit Monaten sind die Hotels für reguläre Gäste gesperrt, nur Geschäftsreisende und für Ausbildungszwecke darf man im Hotel wohnen:

„Im Hotel und im Restaurant gab es keine Kündigungen. Abgänge im Personal mussten wir aber hinnehmen, weil sich manche beruflich neu orientiert haben. Die fehlen uns dann nach der Krise, weil gute Mitarbeiter findet man nicht so schnell“, weiß Polak.

Im Hotel Neustifter in Poysdorf schafft man Auslastung durch die Einquartierung jener Soldaten, die an der Grenze zu Tschechien die Corona-Kontrollen durchführen. „Sie sind derzeit unsere wichtigsten Kunden“, sagt Hotelchefin Monika Neustifter.

Zudem ist das Hotel für die Soldaten wegen seiner großzügigen Anlage und den vielen Freiflächen rundherum ideal. Und seitens des Bundesheeres ist man froh, die Mannschaft in einem Hotel untergebracht zu haben, weil hier kleine Wohneinheiten mit Zweitbettzimmern, Abstand und die Einhaltung der Hygienebestimmungen garantiert sind.