Kampf gegen übervolle Parkplätze

Erstellt am 28. Juni 2022 | 10:16
Lesezeit: 3 Min
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Ab 1. Juli wird unter anderem in der Wolkersdorfer Hauptstraße die Parkuhr kontrolliert. Das soll Platz für Kunden im Zentrum schaffen.
Foto: Michael Pfabigan
Wolkersdorf startet mit der Überwachung der Kurzparkzonen, in Laa läuft das seit Jahren, Mistelbach überlegt technische Lösung.
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In Wolkersdorf bricht mit 1. Juli eine neue Ära an: Zumindest, wenn es um das Parken geht. Ab dann übernimmt die Firma WSD Heinrich und Robert Schmid aus Wolkersdorf die Kontrolle der Kurzparkzonen im Zentrum.

Die Kurzparkzone gibt es zwar in Wolkersdorf schon lange, exekutiert wurde sie aber kaum, was zur Folge hat, dass vor allem in der Hauptstraße die Suche nach einem freien Parkplatz phasenweise nicht einfach war, weil Dauerparker die Plätze stundenlang blockierten.

„Die erfahrenen und von der Behörde vereidigten Sicherheitstechniker werden an Fahrzeughalter, die keine Parkuhr an der Windschutzscheibe in den Kurzparkzonen sichtbar in ihr Fahrzeug einlegen, die entsprechenden Strafmandate ausstellen und im Falle einer nicht fristgerechten Bezahlung Anzeige erstatten“, heißt es aus der Stadtgemeinde.

Für Dauerparker stehen die Parkplätze am Schlossplatz, Kirchenplatz und in der Bachgasse im Zentrum zur Verfügung. „Durch diese Maßnahme wird wieder mehr Platz für unseren täglichen Einkauf im Zentrum geschaffen werden“, heißt es aus dem Rathaus. Die Reaktionen der Parker sind noch verhalten, ab dem ersten Strafmandat werden die aber sicher kommen.

Schon seit Jahren werden in Laa und Mistelbach die Kurzparkzonen überwacht, Aufregung verärgerter Zu-lang-Parker gibt es immer wieder. In Laa sind Mitarbeiter der Fachfirma Securop unterwegs und kümmern sich um die Kontrolle. Es habe in jüngster Vergangenheit auch keine Änderung oder Intensivierung gegeben. Nur in Hochphasen der Corona-Pandemie 2020 wurde die Kurzparkzone temporär ausgesetzt.

„Unsere Erfahrung nach Evaluierungen und die Rückmeldung der Wirtschaftstreibenden vor Ort ist, dass eine Kurzparkzone grundsätzlich nötig ist“, erklärt Ulrike Mattes, für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig. „Donnerstag und Freitagnachmittags, Samstag und Montagvormittags sind zumeist kaum Stellflächen frei.“ Auch in Mistelbach sind die Parksheriffs unterwegs; trotzdem hat man dort noch immer das Problem, dass bis zu 80 Autofahrer – Mitarbeiter von Firmen im Zentrum – regelmäßig die Parkuhr weiterstellen, ihren

Parkplatz aber nicht verlassen. Alle Appelle von Gemeinde und Wirtschaft, doch auf Dauerparkplätze am Zentrumsrand auszuweichen, blieben bisher erfolglos. Deshalb prüft man an der Mistel jetzt die Einführung technischer Vorrichtungen, die die Autos bei der Einfahrt in den Parkplatz registrieren und bei der Überschreitung der Parkzeit automatisch ein Strafmandat ausstellen und verschicken. Entsprechende Systeme sind in einigen Städten bereits in Betrieb.

Wann und ob dieses System umgesetzt wird, ist noch offen.

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