Kastrationsprogramm bekommt neue finanzielle Mittel. FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl konnte neue Mittel für die Arbeit von Tierschutzvereinen und Privaten aufstellen.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 05. September 2019 (06:22)
Symbolbild
Das Land unterstützt die Kastration von Streunerkatzen weiterhin, die Gelder sind bis zum Jahresende gesichert.

„Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, müssen auch belohnt werden“, sagt FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl. Vergangene Woche übte der Tierschutzverein „Pfötchenhilfe“ aus Paasdorf Kritik am Tierschutzlandesrat: Es gebe nicht mehr genügend finanzielle Mittel, um das Kastrationsprojekt des Landes NÖ fortzusetzen, hieß es.

Das sogenannte „Streunerprojekt“ läuft seit 2015. Mittels Drittelfinanzierung durch das Land, die Gemeinden und die Tierärztekammer werden Kastrationen von streunenden Katzen übernommen. „Es gibt für dieses Projekt einen Budgetposten, der eben ausgeschöpft war“, reagiert Waldhäusl auf die Vorwürfe der „Pfötchenhilfe“.

Man habe jedoch bereits auf den hohen Bedarf reagiert: „Mir liegt diese Maßnahme am Herzen und daher habe ich kurzfristig wieder Mittel freigeschaufelt. Das Streunerprojekt ist für dieses Jahr gesichert“, gibt er bekannt. Für das Jahr 2020 würde es ohnehin wieder im Budget berücksichtigt.

290 Gemeinden sind mittlerweile an dem Streunerprojekt beteiligt. Zahlreiche Privatpersonen und Vereine nützen das Angebot: Sie fangen streunende Katzen ein, lassen sie beim Tierarzt kastrieren und setzen sie an dem Ort wieder aus, an dem sie gefangen wurden. Dadurch kann der unkontrollierten Vermehrung der Katzen präventiv entgegengewirkt werden.