Kommunion: Livestreams, Videos und Bibelstickeralbum. Die Kinder im Bezirk Mistelbach vermissen die Gemeinschaft und Aktivitäten in der großen Gruppe.

Von Kathrin Schlegelhofer. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:58)
Videokonferenz statt wirklichem Treffen: Auch der Firmunterricht findet elektronisch statt. Foto
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 Durch die Pandemie gibt es auch heuer für die Kinder und Familien einige Herausforderungen während der Vorbereitung auf die Firmungen und Erstkommunionen zu meistern. Was beschäftigt die Kinder dabei besonders? Und was macht eine gute Vorbereitung aus?

„Man muss kreativ sein“, weiß Pastoralassistentin Pia Hecht aus Wolkersdorf. Während das Homeschooling letztes Jahr noch eine Abwechslung war, sehnen sich die Kinder jetzt eher danach, Gemeinschaft zu erleben. Wie in Wolkersdorf waren in vielen Gemeinden Aktivitäten vor Ort geplant, stattdessen sieht man sich fast nur online.

„Wie man mit Anti-Corona-Demos und Corona-Leugnern umgeht, ist jetzt auch Thema“, erzählt Hecht, „und auch, was das im Klassengefüge verändert“.

Kreativ ist man auch in Poysdorf, die Kleinen bekamen ein Bibelstickeralbum, das sie bei Kirchenbesuchen füllen können. Außerdem gibt es Videos mit Anregungen, wie Glaube gelebt werden kann und mit Erklärungen, zum Beispiel wofür der Altar in der Kirche dient.

Und die Familien sollen mit den Kindern die Erstkommunionslieder erarbeiten und üben. „Singen öffnet das Herz und so wird Freude spürbar“, betont Poysdorfs Pfarrer und begeisterter Sänger Bernd Kolo.

Mancherorts wird man auch bei der Firmung selbst kreativ: Bei Marcel Wrana  schaut die Familie den Firmungsmessen-Livestream aus Gaweinstal „und danach wird dann eh coronaconform im Familienkreis gefeiert“, so Marcel. Generell vermisst er wegen Corona nicht viel bei seiner Firmung: „Ich finde es nur schade, dass nicht alle Aktivitäten gemacht werden können“.

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