Maßnahmen in Gastronomie: „Es wird machbar sein“. Wirte fürchten Auswirkungen, neuerliche Sperre wäre fatal.

Von Michael Pfabigan und Kathrin Schlegelhofer. Erstellt am 30. September 2020 (04:45)
Bezirkswirtevertreter Roland Krammer verlegte über den Sommer seinen Gastraum in den quasi-Open-Air-Tanzstadl. Eine Maßnahme, die im Winter schwierig wird.
Michael Pfabigan

Weniger Gäste, zu wenig Informationen und Angst vor der Zukunft – auch die Wirte spüren die Auswirkungen der Coronakrise und der neuen Ampelregelung immer mehr. „Die größte Problematik ist die Verunsicherung der Menschen“, erklärt Herbert Müllebner vom Schurlwirt in Pillichsdorf. „Deswegen gehen die Leute nicht mehr fort.“, fügt er hinzu.

Das wirkt sich auch auf die Zahlen aus: Der Umsatz der Wirte wird immer weniger. Große Aufträge wie Familien- und Weihnachtsfeiern werden abgesagt und auch Stammkunden bleiben aus. Außerdem könnte die Kälte zu einem weiteren Problem der Wirte werden. Die Schanigärten können nicht mehr genutzt werden und somit würden noch mehr potenzielle Gäste ausbleiben.

Müllebner: „Da gibt es noch viele Fragezeichen“

Auch in Bezug auf die Maßnahmen beim Umschalten der Corona Ampel herrscht Verunsicherung. „Da gibt es noch viele Fragezeichen“, erzählt Müllebner. Auch der Bezirkswirtevertreter Roland Krammer sieht hier einige Probleme: „Eine Gästeliste zu führen, wäre mit viel Aufwand verbunden“, bemerkt er. Für viele Wirte ist es nicht klar, wie genau diese Liste zu führen sei und wie man das umsetzen könnte.

„Es wird machbar sein müssen, es ist alles besser, als wieder zuzusperren“, sagt Karl Polak aus Mistelbach. Noch sei nicht absehbar, welcher Verwaltungsaufwand da auf die Wirte zukomme, da noch die detaillierten Infos fehlen: „Aber wir werden es schaffen.“

Vorverlegte Sperrstunde und Gästeregistrierung würden ihn zudem weniger treffen, als Bars, Schnellrestaurants und Fastfood-Lokale mit hohem Grad an Gästewechsel, findet Polak.

Maßgeblich sei jedoch, dass der Bezirk gelb bleibe. „Das Wichtigste ist, dass sich die Ampel nicht umschaltet“, betont Roland Krammer. „Und wir hoffen, dass die Sperrstunde bei 1 Uhr bleibt“, so der Wirtevertreter.

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