Misserfolg Großgemeinde: Einigkeit nur bei der Trennung.  In manchen Orten im Bezirk Mistelbach brachte das Projekt Gemeindezusammenlegung Streit und eine Trennung mit sich

Von Kathrin Schlegelhofer. Erstellt am 21. April 2021 (04:28)

  „Was Gott durch einen Berg getrennt hat, soll der Mensch nicht verbinden“, sagt man in der Region um Falkenstein und Ottenthal. Dieser Spruch spielt auf die gescheiterte Gemeindezusammenlegung der zwei Ortschaften an, die 1989 schon wieder auseinander gegangen sind.

Die ganze Zeit über blieb das Budget streng getrennt, ein Ende der Großgemeinde wünschte man sich beidseitig schon seit Beginn der Kooperation. Zehn Jahre nach der Trennung feierte man das Ereignis sogar noch immer gemeinsam, die Falkensteiner sorgten für die Getränke, die Ottenthaler für das Essen.

Ähnlich ging es den Ortschafen Gaubitsch und Unterstinkenbrunn, auch sie wurden 1972 unter Zwang zusammengelegt. „Man konnte sich auf keinen Ortsnamen einigen und erfand Gartenbrunn“, so Unterstinkenbrunns Bürgermeister Matthias Hartmann.

Auch die Zusammenführung der Volksschulen war ein Problem und so stand schon 1990 eine Trennung im Raum, 1995 war sie dann unvermeidlich. Trotz der Differenzen wurden in dieser Zeit etliche Projekte durchgeführt. Hartmann meint aber, die Trennung habe den Gemeinden gutgetan.

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