Mistelbach

Erstellt am 26. September 2018, 05:01

von Michael Pfabigan

OMV dementiert Fracking-Pläne. Rodungsanträge und Angst vor Fracking überschatten OMV-Pläne.

Von Jänner bis März 2019 sollen im Süden des Bezirks wieder seismische Messungen durch die OMV durchgeführt werden. Rodungsanträge und die Angst vor Schiefergasförderung sorgen für Unruhe im Bezirk.  |  OMV

Die Pläne der OMV, ab Jänner seismische Messungen im Weinviertel durchführen zu wollen, sorgen für Aufregung. Denn einerseits wurde die Rodung von Waldflächen beantragt, zum anderen befürchten Weinviertler, allen voran die Bürgerinitiative SchiefesGas, ein Comeback der Schiefergas-Idee in der Region.

Die engagierten Bürger hatten 2012 verhindert, dass im Bereich zwischen Poysdorf und Herrnbaumgarten Schiefergas-Probebohrungen durchgeführt wurden. Mittlerweile habe die OMV aber ohnehin kein Interesse mehr an der Gewinnung: „Seit 2012 ist Schiefergas kein Thema für die OMV.

Die OMV führt kein Fracking nach Schiefergas bzw. Schieferöl durch“, stellt Reinhard Oswald, Geschäftsführer der OMV Austria Exploration & Produktion GmbH klar. Ziel sei vielmehr, die seismischen Untergrundkarten auf den neuesten Stand zu bringen. Denn bisherige Messungen hätten nur bis in 2.000 Meter Tiefe gereicht, die neue Technologie ermögliche einen Blick bis in 6.000 Meter.

„Seit 2012 ist Schiefergas kein Thema für die OMV. Die OMV führt kein Fracking nach Schiefergas bzw. Schieferöl durch!“Reinhard Oswald, Geschäftsführer OMV

Der Begriff „Rodung“ sei in diesem Zusammenhang nicht mit Abholzungen gleichzusetzen: „Das Auslegen der Geophone, also der Messgeräte, erfüllt aus rechtlicher Sicht den Tatbestand einer ‚befristeten Rodung‘“, sagt Oswald. Im Zuge der seismischen Messung werde es keinesfalls zu einer Waldrodung kommen. „Das heißt: Es wird kein einziger Baum gefällt oder Busch gerodet“, stellt Oswald klar.

Trotzdem: Man werde das Vorhaben mit Argusaugen verfolgen, sagt Fritz Gall von der Bürgerinitiative SchiefesGas: Er schenkt den Beteuerungen der OMV nur wenig Glauben. „2012 haben sie auch nur das zugegeben, was wir ihnen nachgewiesen haben. Die geben Informationen nur in homöopathischen Dosen weiter“, sagt der Herrnbaumgartner. Rodungen werde man auf keinen Fall zulassen, kündigt Gall an.

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