Orte versanken im Schlamm. Die Regenmengen des vergangenen Sonntags stellten Von Harald Hochmeister die Wehren vor Herausforderungen.

Von Harald Hochmeister und Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 30. August 2017 (05:01)
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Ein Bild der Verwüstung zeigte sich am vergangenen Sonntag am Sportplatz des USC Fallbach in Hagendorf. Kurz nach einem Jugendturnier ging ein heftiges Gewitter nieder und ließ große Wassermassen über den Platz laufen.

„Bei der Siegerehrung hat es schon zu tröpfeln begonnen. Kurze Zeit später floss das Wasser von den angrenzenden Feldern schon über das Spielfeld“, berichtete Leo Zechmeister, der Sektionsleiter des USC Fallbach. Innerhalb kürzester Zeit prasselten 37 Millimeter Wasser auf den Boden nieder - zu viel, um zu versickern. Obwohl sich an der Längsseite des Spielfelds ein kleiner Damm befindet, konnte dieser die Wassermassen nicht hindern.

„Bei der Siegerehrung hat es zu tröpfeln begonnen. Kurze Zeit später floss das Wasser schon über das Spielfeld.“Leo Zechmeister, USC Fallbach

Mittlerweile ist das Gröbste aber schon wieder überstanden. Am Montag war das komplette Wasser bereits selbstständig abgeflossen. Lediglich etwas Matsch befand sich noch auf der rechten Spielhälfte des Fußballfeldes, wobei das Gras überall durchschaute. Doch auch hier hielten die Fallbacher Kicker zusammen. „Wir haben uns schon eine Stunde vor dem Training getroffen und noch den Schlamm vom Spielfeld entfernt“, erzählte Zechmeister.

Doch auch andere Orte blieben nicht verschont: In der Gemeinde Staatz gingen 30 Millimeter an Regen in kürzester Zeit nieder. In allen Ortschaften kämpfte die Feuerwehr gegen Vermurrungen.

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Bei den Aufräumarbeiten in Wultendorf wurde jede Hand gebraucht. Die Florianis waren im Großeinsatz.

Auf der B 46 schwemmte der Regen über mehrere Meter Erde eines brachliegenden Feldes über die Bundesstraße. Noch in den Abendstunden wurde sie gereinigt. An rund sechs Stellen gleichzeitig kämpfte die Feuerwehr Wultendorf gegen das Wasser. Der Fluchtgraben wurde wegen mangelhafter Uferbewährung unterspült und sogar Steine ausgeschwemmt.

„Die haben dann den Graben verstopft und dadurch ist das Wasser über das Ufer getreten“, so FF-Kommandant Herbert Wolfram und vermutet darin eine Ursache für die heftigen Vermurrungen. Insgesamt wurden mehrere Straßen sowie der Dorfplatz stark verschlammt.

"Kalksteine von den Feldern mitgerissen"

Die Feuerwehr Ameis kam zuerst der Nachbarfeuerwehr Kleinhadersdorf zu Hilfe. Dort hatte ein Wasserschwall einen Traktor in einen Bach gespült. Gleich darauf folgte die Alarmierung zum Schlamm-Räumen im eigenen Ort. Vor allem die Wagengasse, eine neuralgische Stelle bei allen Starkregen-Ereignissen wurde wieder besonders heftig vermurt. „Diesmal war der Regen so stark, dass er sogar große Kalksteine von den Feldern mitgerissen hat,“ berichtete der FF-Kommandant Johann Steyrer.

In Loosdorf war der Regen so stark, dass er sogar ein Auffangbecken zum Überlaufen brachte. Vor allem von den Getreidefeldern wurde viel Stroh mitgespült. Das austretende Wasser verschlammte anschließend den Ort und setzte sogar eine Garage unter Wasser, gab FF-Unterabschnittskommandant Hermann Mauthner gegenüber der NÖN zu Protokoll.