Schuljahr war schwer für die Erstklässler

Erstellt am 28. Juni 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
Der Corona-Betrieb in den Schulen im Bezirk Mistelbach war für Taferlklassler schwer, die Schüler wuchsen aber stärker zusammen.
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Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat die WHO einen starken Anstieg der psychischen Erkrankungen festgestellt: Allein im ersten Jahr konnte eine Steigerung von 25 Prozent verzeichnet werden. Besonders betroffen waren Jugendliche bis junge Erwachsene während der Corona-Pandemie - an den Volksschulen halten sich die Folgen der Pandemie bislang sehr in Grenzen.

„Bei uns haben wir keine großen Probleme bei den Kindern festgestellt“, erzählt Gernot Wiesinger, Elternvereinsobmann der Volksschule Mistelbach. Der Unterschied, wie die Pandemie von den Kindern wahrgenommen wird, kommt vor allem von Zuhause. Solange die Eltern keine Probleme mit den Maßnahmen der Pandemie hätten und dem Kind das auch so vermitteln, gab es wenig Probleme.

Kinder können Ausmaß der Krankheit schwer einschätzen

Schwierig wurde es nur, wenn die Eltern skeptisch gegenüber der Krankheit sowie den Maßnahmen waren, „das Kind sei dadurch verunsichert und könne das Ausmaß der Krankheit schwer einschätzen“, so Johann Keintzel, Direktor an der Volksschule Asparn.

„Der Klassenzusammenhalt ist während dieser Zeit sehr gewachsen“, kann Keintzel der Pandemie sogar etwas Gutes abgewinnen. Außerdem wurde durch die vielen Arbeitsaufträge und das Distance Learning die Selbstständigkeit der Kinder gefördert. Auch die digitale Kompetenz der Schüler habe sich verbessert.

Für Erstklässler sei der Einstieg jedoch schwierig gewesen: „Die Kinder, die 2020 in die erste Klasse kamen, hatten es nicht einfach. Meine Tochter fand das ganze Schuljahr keinen Rhythmus. Kaum hatte sie sich an den Schulalltag gewöhnt, war sie wieder mehrere Wochen daheim. Anstrengend war dann der Wiedereinstieg. Es fehlte die Ausdauer für fünf Unterrichtsstunden und anschließende Hausübung“, erzählt eine Mutter von drei Töchtern. Lobenswert sei jedoch der Umgang der Schule gewesen: Berufstätige Eltern hatten die Möglichkeit, ihre Kinder in Betreuung zu schicken. Dort konnten die Kinder mit Gleichaltrigen spielen, es gab außerdem ein Lehrerteam für die Betreuung von Hausaufgaben und für persönliche Gespräche.

„Es war eine anstrengende Zeit. Ich finde aber, dass jetzt wieder fast alles normal ist, und freue mich, dass die Ferien kommen und wir fortfahren können“, erzählt Hanna, Schülerin an der Niederleiser Volksschule.

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