Teurer Speckgürtel: Preise für Grundstücke steigen

Erstellt am 18. Mai 2022 | 05:33
Lesezeit: 2 Min
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In Wolkersdorf sind Bauplätze rar und teuer. Nach der jüngsten Aufschließung wurden die an die potenziellen Käufer wegen der Nachfrage verlost.
Foto: Michael Pfabigan
In Wolkersdorf sind Bauplätze mit bis zu 400 Euro am teuersten, abseits der Verkehrsströme gibt sie noch um 10 Euro.
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Neue Bauplätze für Einfamilienhäuser sind in Wolkersdorf rar, erst vor kurzem wurden an der nördlichen Stadtausfahrt neue Bauplätze gewidmet, der Andrang darauf war so groß, dass sie unter den Interessenten verlost werden mussten. Entsprechend ist hier auch der Preis: 300 bis 400 Euro pro Quadratmeter muss man in Wolkersdorf rechnen. Tendenz: steigend.

Die TU Wien berechnete für das Wirtschaftsmagazin die Durchschnittspreise für Bauplätze in den Gemeinden, hier ein Überblick über den Bezirk.

Hoch sind die Grundstückspreise auch im Zentrum der Bezirkshauptstadt (200-270 Euro) und im gar nicht urbanen Großebersdorf - hier schlägt sich die Nähe zum Autobahnknoten Eibesbrunn nieder.

Wachstum mit Bedacht

„Hohe Lebensqualität führt zu hoher Nachfrage nach einem Wohnsitz und damit zu hohen Grundstückspreisen im Stadtgebiet“, sagt Wolkersdorfs Bürgermeister Dominic Litzka: „Umso mehr müssen wir in Wolkersdorf den vorhandenen Wohnraum bestmöglich durch Verdichtung im Zentrum nutzen und das Aufschließen neuer Siedlungsbereiche innerhalb der Siedlungsgrenzen mit Bedacht weiterdenken.“

Anhand der Grundstückspreise kann man auch ablesen, wo der Speckgürtel rund um Wien endet: Die Region um Wolkersdorf, Mistelbach, Gaweinstal, Wilfersdorf und Ladendorf gehören noch dazu, abseits davon sind die Grundstückspreise moderater: In Stronsdorf und Ottenthal, letzteres ist jene Gemeinde mit dem größten Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren, soll man noch Grundstücke um 10 Euro pro Quadratmeter bekommen, rechnet die TU vor. Hier ist auch keine Veränderung der Preislage zu erwarten, sagen die Experten.

Dem widerspricht die Stronsdorfer Bürgermeisterin Karin Gepperth: „Bei der nächsten Siedlungserweiterung werden wir raufgehen müssen“. In Stronsdorf will man auch den Ortskern wiederbeleben. „Wir haben viel Leerstand, aber wir wissen, dass wir beides brauchen. Den Ortskern und die Siedlungen“, so die Bürgermeisterin.

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