Weinviertlerin erstochen: 88-jähriger Ehemann geständig. Mordalarm im Bezirk Mistelbach: In der Nacht auf Donnerstag soll in Ladendorf eine Frau erstochen worden sein. Das hat der "Kurier" online berichtet.

Von APA, Redaktion und NÖN Redaktion. Update am 06. August 2020 (14:50)
APA/HERBERT PFARRHOFER

Ein 88-Jähriger soll seine 80-jährige Frau mit einem Messer erstochen haben. 

Die Mord- und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NÖ hat die Ermittlungen am Tatort aufgenommen. Laut bisherigen Informationen handelt es sich um eine Beziehungstat, eine Krankheit dürfte dabei keine Rolle gespielt haben. Ladendorfs Bürgermeister Thomas Ludwig kennt das Ehepaar seit Langem und ist über die Tat tief betroffen: „Ich kenne das Paar persönlich und hätte niemals mit so etwas gerechnet, es gab dafür nicht den geringsten Hinweis. Ich habe die Familie auch erst besucht, um zum runden Geburtstag zu gratulieren“, ist er erschüttert.

Verdächtiger ist geständig

Der festgenommene Verdächtige hat sich am Donnerstag geständig gezeigt. Der Polizeiangaben zufolge 88-Jährige gab bei der Einvernahme an, seine 80 Jahre alte Ehefrau im gemeinsamen Wohnhaus durch einen Messerstich getötet zu haben. Nach der Attacke suchte der Weinviertler die örtliche Polizeiinspektion auf, stellte sich und wurde festgenommen.

Der 88-Jährige soll den Angriff mit einem Küchenmesser verübt haben. Der Gegenstand wurde sichergestellt, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich mit. Hinsichtlich des Motivs gingen die Ermittler von einer Beziehungstat aus.

Seitens der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde eine Obduktion des Opfers angeordnet. Der Beschuldigte wird laut Exekutive auf Antrag der Anklagebehörde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Verhängung der Untersuchungshaft - bei Mordverdacht bedingt obligatorisch - gilt als wahrscheinlich.