Mistelbacher RK-Neubau blockiert: Vier Gemeinden fehlen. Corona und der Unwille mitzuzahlen bremsen das Vier-Millionen-Euro-Projekt in Mistelbach.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. Juni 2020 (06:18)
Die Rot-Kreuz-Bezirksstelle Mistelbach entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Noch haben aber nicht alle Gemeinden der Finanzierung zugestimmt.
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Wäre alles glattgegangen, dann würde die neue Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Mistelbach bereits gebaut. Corona und der Unwille mancher Gemeinden, beim Projekt mitzuzahlen, blockieren aber den Neubau in der Liechtensteinstraße.

Kommunen müssen 1,29 Mio. Euro beisteuern

Das Rote Kreuz braucht dringend eine neue Bezirksstelle: Fluchtwege passen nicht, das Haus ist nicht barrierefrei, Aufenthaltsräume von Hauptamtlichen, Freiwilligen, Zivildienern etc. lassen sich nicht verschränken, es gibt keine Klimatisierung, keine zeitgemäßen Schlafräume und zu wenig Büros, weiß Bezirksstellenleiter Clemens Hickl. Ein Umbau des vorhandenen Gebäudes hätte die suboptimale Raumsituation nicht geändert.

Aber es spießt sich momentan an den Kosten: Denn bei den rettungsdienstrelevanten Bereichen sollen Land, Rotes Kreuz und die 26 versorgten Gemeinden des Bezirks je ein Drittel zahlen. Der Gemeindeanteil wird auf die Kopfzahl der Einwohner berechnet und wäre in fünf Jahresraten zu zahlen.

Insgesamt müssen die Kommunen 1,29 Mio. Euro zum Projekt beisteuern. Nur: Bislang fehlen die Beschlüsse in vier Gemeinden aus dem Dreiländereck und der Region Mistelbach. Und ohne die kann das Rote Kreuz nicht mit dem Bau beginnen, denn eine Landesförderung kann nur dann fließen, wenn auch alle Gemeinden des Rot-Kreuz-Bezirks mitzahlen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir Anfang nächsten Jahres den Spatenstich durchführen können“, sagt Hickl. Die Gespräche mit den noch zögernden Gemeinden seien sehr gut.