Mistelbacher Schüler überzeugten mit Zeitreise. Wie wird im Jahr 2030 Schule und das Lernen aussehen? Geht es nach den Schülern der Englischgruppe der Mittelschule Mistelbach, dann gibt es 2030 dank des Einsatzes von modernster Technik top motivierte Schüler – die in die Gegenwart mit einer Zeitmaschine gebracht wurde, damit auch die Schüler der Gegenwart davon profitieren können. Und alles präsentierten sie in Englisch.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Oktober 2019 (12:12)

Die Zeitmaschine, eine blaue Box, wurde von einem Schüler gebaucht, der nicht einmal in der Englischgruppe ist und Englisch nicht einmal eines seiner Lieblingsfächer ist.

Zum sechsten Mal wurde in Mistelbach der Bildungspreis Cornelius vergeben, bei dem Schüler der achten Schulstufen aufgerufen waren, sich Gedanken über die Zukunft zu machen.

Platz zwei ging an die Neue Mittelschule Poysdorf, die vor allem die negativen Seiten eines reinen online-Learnings präsentierten, Platz drei an die Deutschgruppe der MS Mistelbach, die eine Schule der Zukunft entwarfen, in der sich die Schüler wohl fühlen.

 „Das Gehirn ist glitschig-fettig, 1.400 Gramm schwer und hat sich neuronal in den letzten Millionen Jahren nicht verändert“, weiß Bürgermeister Christian Balon: „Was sich verändert hat, ist die Software, mit der wir das Hirn gefüttert haben.“ Die Innovation ist die wesentliche Triebfeder der Entwicklung der Menschheit.

Um genau diese Innovationskraft geht es beim Cornelius. Eine besonders innovative Schule konnten die beiden Triebfedern des Bildungspreises, Initiator Gernot Wiesinger und Alt-Bürgermeister und Uni-Dozent Alfred Pohl auszeichnen: Die Neue Mittelschule Poysdorf bekam einen Cornelius-Ehrenpreis, weil sie den Preis bereits dreimal nach Poysdorf geholt hatten. „Eigentlich wollten wir die Trophäe als Wanderpokal nach dem Triple der Schule geben“, erzählt Wiesinger. Die Rechteinhaberin des Cornelius, Vorbild ist ein Kinderbuch, erlaubte aber die Produktion eines neuen Pokales nicht, also wurde jetzt ein Ehrenpreis angefertigt, der Cornelius-Pokal wird weiter von Sieger zu Sieger wandern.