Stromausfall: Mistelbach will „vorbereitet sein“

Die Gefahr eines Blackouts schwebt über uns. Wie gut wäre Mistelbach auf einen flächendeckenden Stromausfall vorbereitet?

Erstellt am 03. November 2021 | 05:49
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Präsentation der neuen Katastrophenschutzhalle für Mistelbach: Sie soll autark, Stützpunkt für die Blaulichtorganisationen und in Katastrophenfällen Anlaufstelle für die Bürger sein. Abseits von Katastrophen soll sie als Lager für das Einsatzgerät dienen.
Foto: Michael Pfabigan

Verschiedene Institutionen bereiten sich laufend auf einen möglichen Stromausfall vor. Experten warnen schon seit Längerem vor den Gefahren eines Blackouts.

Mit dem Wegfall der Stromversorgung fallen alle elektrischen Systeme aus. Das betrifft jeden einzelnen, einerseits zuhause, wenn zum Beispiel der Herd ausfällt, im öffentlichen Raum, wo Wasserversorgungsanlagen nicht mehr funktionieren und auch Bankomaten sind nicht mehr zu gebrauchen.

Ein Blackout kann man nicht wirklich verhindern, aber man kann sich darauf vorbereiten. Das tut ganz Österreich und auch Mistelbach. In jeder Gemeinde liegen Katastrophenschutzpläne auf, die von den Zuständigen eingesehen und befolgt werden sollten.

Notstromaggregat für Kläranlage geplant

Einige Gemeinden verfügen auch schon über Notstromaggregate. Laut Mistelbachs Katastrophenschutz-Stadträtin Andrea Hugl sind noch fünf weitere für den Bezirk geplant. Auch ein Notstromaggregat für die Kläranlage ist vorgesehen. „Man glaubt nicht, was da eigentlich alles dranhängt. Da muss jetzt etwas passieren!“, meint Hugl über den Ausbau der Katastrophenvorsorge. Weiters ist auch eine Katastrophenschutzhalle in Planung.

Das Notstromaggregat des Roten Kreuz Mistelbach ist regelmäßig in Betrieb, um die Funktionalität zu testen. In der momentanen Zentrale gibt es sogar eine eigene Tankstelle. Bezirksstellenleiter Clemens Hickl sieht das Rote Kreuz „gut vorbereitet. Mehr geht natürlich immer.“ Die Hauptaufgabe während eines Blackouts wäre, den Betrieb möglichst normal aufrecht zu erhalten.

Die Kasernen Österreichs sind momentan auf dem Weg, autark zu werden. Auch in Mistelbach laufen die Vorbereitungen. Ein eigenes Notstromaggregat gibt es schon. Nun steht die Planung für Wasser- und Abfallversorgung an.

Kaserne Mistelbach führt Übung durch

Außerdem erzählt Presseoffizier Herwig Graf, dass die Kaserne Mistelbach eine Übung durchführen wird, bei welcher zwei Tage lang der Strom abgeschaltet wird. Das Ziel sei, Maßnahmen zu überprüfen und trotzdem weiterhin Aufträge ausführen zu können. Bei einem Blackout leistet das Bundesheer Assistenzarbeit für die Bezirkshauptmannschaft.

Klaus Schütz vom Zivilschutzverband im Bezirk Mistelbach sieht einen großen Teil der Verantwortung auch bei der Bevölkerung. Jeder Haushalt sollte krisensicher sein. Das heißt, Essensvorräte lagernd haben, Ersatzbeleuchtung, zum Beispiel Kerzen, und ein Kochutensil – abgesehen vom Herd – zuhause haben, also Griller oder Campingkocher. Die Aufgabe des Zivilschutzes sei es, die Menschen so gut wie möglich zu informieren und so vorzubereiten.

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