Äcker für die Bienen in Poysdorf. Jäger, Landwirte und Imker schufen Lebensraum für Insekten.

Von Werner Kraus. Erstellt am 06. August 2020 (04:41)
Die Poysdorfer Jäger haben für die Artenvielfalt Blühflächen gepflanzt:Wolfgang Walek, Dieter Schwarz, Josef Strobl, Roman Oppenauer, Robert Schreiber, Sophie und Adele Dolenz, Andreas Berger, Johann Heindl,Gerhard Doppelhofer und Thomas Grießl.
Werner Kraus

Auf 2,6 Hektar Ackerfläche leuchten nun Blüten in den unterschiedlichsten Farben. Die Poysdorfer Jägerschaft hat auf den Äckern der Landwirte Roman Oppenauer, Martin Hirtl, Robert Schreiber, Dieter Schwarz und Christoph Strobl nämlich Blühflächen für Insekten ausgesät.

„Gemeinsam möchten wir Lebensraum für die Insekten schaffen“, erklärt Jagdleiter Gerhard Doppelhofer das Projekt. Die Jägerschaft nahm daher Geld in die Hand und finanzierte die Saat für diese vielfältig blühenden Wiesen. Die Pflanzenvielfalt bietet so von der Nutzbiene bis zur Wildbiene und dem Schmetterling unzähligen Insekten einen Lebensraum. Wolfgang Walek, Imker, Jäger und Winzer begrüßte die Aktion.

Wichtig wäre jetzt, Blühflächen dieser Art über mehrere Jahre zu erhalten, um den Pflanzen die Ausbreitung zu ermöglichen. Die am Boden nistenden Wildbienen haben dann Raum für die Überwinterung und Wildtiere finden ebenfalls gute Bedingungen vor.

„Das ist eine sehr gute Symbiose zwischen Jagd, Landwirtschaft und Imkerei“, freut sich Bürgermeister Thomas Grießl über das Projekt. Hegeringleiter Andreas Berger berichtete, dass im Land Niederösterreich auf 500 Hektar und davon im Hegering zehn Hektar derartige Blühflächen ausgesät wurden. So haben eine Vielzahl von in Bedrängnis geratenen Tierarten eine Chance, wieder Fuß in der heimischen Natur zu fassen: Das in Zahlen stark dezimierte Rebhuhn kann hier ebenso Nahrung finden wie die jungen Singvögel, welche das tierische Eiweiß der Insekten als Nahrung benötigen.